Zeitung Heute : Operation „Ringtausch“

Wer gut plant, hat weniger Stress – eine Checkliste.

Barbara Laufer[dpa]

Manche tun es nie, andere mehrmals, doch fast alle wollen es einmal erleben: die eigene Hochzeit. Auf den Spuren des romantischen Superlativs soll es der schönste Tag im Leben sein. Wie bei so vielen Dingen gilt aber auch hier: Je besser die Planung, desto weniger Stress beim großen Ereignis.

Es gibt Menschen, die lieben es einfach spontan – und lassen auch ihren großen Tag ganz gelassen auf sich zukommen. Die meisten Brautpaare fangen aber immer früher an, ihre Hochzeit zu planen, so die Beobachtung von Anna Gandt von Perfect Wedding in Hamburg. Als professionelle Hochzeitsplanerin hält sie das für einen guten Trend, denn es macht die Sache entspannter. Am Anfang sollte eines geklärt werden: das Budget. „Meist unterschätzen Paare die Kosten“, sagt Manuela Rösler von Trau(m)zeit Events in Mannheim. Klare Vorgaben machten die Planung einfacher und seien ein gutes Mittel, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden. Steht der finanzielle Rahmen, kann es losgehen.

ZWÖLF BIS 18 MONATE VORHER

Schon jetzt sollte man die Location auswählen; die beliebten Orte sind schnell ausgebucht. Wer sehr genaue Vorstellungen hat, sollte so früh wie möglich danach suchen, rät Manuela Rösler. Je später man dran sei, desto kompromissbereiter müsse man sein.

SECHS BIS ZWÖLF MONATE VORHER

Jetzt muss ein Datum für die standesamtliche und in manchen Fällen die kirchliche Trauung gefunden werden. Der Termin auf dem Standesamt lässt sich allerdings erst sechs Monate im Voraus festmachen. Die Brautleute sollten klären, welche Dokumente sie brauchen. Eine vorläufige Gästeliste kann ebenfalls nicht schaden. Wer einen DJ oder eine Band buchen will, muss sich jetzt darum kümmern. Dasselbe gilt für den Fotografen.

SECHS MONATE VORHER

Wer flittern will, sollte spätestens jetzt die Hochzeitsreise buchen. Auch das Brautkleid will nun ausgesucht werden. „Fangen Sie unbedingt rechtzeitig damit an“, rät Susan Lippe-Bernard aus Münster. Die Chefredakteurin des Magazins „Braut und Bräutigam“ weiß aus Erfahrung, dass vier Monate Lieferzeit für die häufig maßgeschneiderten Kleider nichts Ungewöhnliches sind.

FÜNF MONATE VORHER

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, die Eheringe auszuwählen. Bei Konfektionsware reichen auch zwei bis drei Monate im Vorfeld, sagt Hochzeitsmanagerin Rösler. Wer sich Ringe vom Goldschmied anfertigen lassen möchte, sollte aber mehr Zeit einkalkulieren.

VIER MONATE VORHER

Die Einladungen müssen verschickt werden – und mögliche Extras geplant. Ob Feuerwerk, Limousine oder weiße Tauben: So etwas muss man vorab buchen. Außerdem: Hochzeitsmenü und Torte auswählen und im Idealfall Probe essen.

ZWEI BIS VIER WOCHEN VORHER

Wer keine Überraschungen erleben will, macht jetzt einen Ablaufplan für den großen Tag, damit alle Beteiligten wissen, was zu tun ist. Dabei kann es hilfreich sein, einen Zeremonienmeister zu bestimmen, der den Überblick behält und Ansprechpartner für die Gäste ist.

EINE WOCHE VORHER

Durchatmen und entspannen! Alle Expertinnen raten, auch die Vorbereitungen so gut wie möglich zu genießen. „Lassen Sie sich den Spaß bei aller Organisation nicht nehmen“, sagt Susan Lippe-Bernard. Man könne nie alle Gäste glücklich machen. „Und letztlich ist nichts ansteckender als ein strahlendes Brautpaar am Hochzeitstag selbst.“ So langsam kann man jetzt die Ringe und das Kleid abholen und zusammen mit Schuhen und Tasche zurechtlegen.

AM TAG SELBST

Der Termin beim Friseur oder Stylisten steht an. Kommt der Experte nach Hause, hat man weniger Stress. Hochzeitsplanerin Gandt rät außerdem allen Paaren, sich noch einmal einige Minuten zu zweit zurückzuziehen. Denn schließlich ist es zuallererst ihr ganz großer Tag, der gleich beginnt. Barbara Laufer, dpa

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