Zeitung Heute : Operation und Rehabilitation

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HÜFTGELENK : Es leitet sämtliche Kräfte aus dem Rumpf nach unten ab. Ist es geschädigt, drohen erhebliche Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit.

VERSCHLEISS : Durch Veranlagung, Fehlstellung des Oberschenkelkopfes oder chronische Entzündungen wie Rheuma nutzt sich der Knorpel im Hüftgelenk ab. Auch schwere Unfälle machen manchmal den Ersatz des natürlichen Gelenks durch ein künstliches notwendig. Schont der Patient die schmerzende Hüfte, wird oft die andere Seite überlastet, die Wirbelsäule verkrümmt. Fehlstellungen machen sich manchmal erst in späteren Lebensjahren bemerkbar.

PROTHESE : Einige Ärzte verabreichen Spritzen, um den geschädigten Knorpel wieder aufzubauen. Die Methode ist allerdings umstritten. Abhilfe schafft eine Prothese. Die Knochenpartien in der Hüftpfanne (Becken) und am Hüftkopf (Oberschenkel) werden durch Implantate ersetzt. Wichtig bei einer solchen Operation ist die richtige Anbindung der Muskeln und Sehnen an die Prothese, was die anschließende Rehabilitation-Behandlung erleichtert.

HALTBARKEIT : Künstliche Hüftgelenke halten heute ungefähr 15 Jahre. Dennoch besteht immer das Risiko, dass sich die Prothesen vorzeitig lockern.

REHABILITATION : Am Tag nach der OP beginnt die Physiotherapie. Ab dem zweiten Tag stehen die Patienten auf, um ein Gehtraining mit Stützen zu absolvieren. Vier Wochen danach kann das Bein mit halbem Körpergewicht belastet werden, um die Einheilung der einzementierten Metallteile zu garantieren. Eine Woche darauf kann es voll belastet werden. Um das Ende der sechsten Woche herum kann der Patient auf Gehstützen verzichten.HS

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