OPER„Der gestiefelte Kater“ : Wollknäuel und Handschuhe

Anna Benedict

„Dieses muss dahin und das etwas nach links“, sagt eine Frau in Latzhose zu anderen Latzhosenträgern, die Kisten herumtragen. Nanu, sind die nicht rechtzeitig fertig geworden? Doch, die Oper „Der gestiefelte Kater“ hat schon angefangen.

Die Geschichte vom gestiefelten Kater kennt ihr sicher: Nach dem Tod eines Müllers müssen sich seine drei Söhne das Erbe aufteilen: die Mühle, ein Esel und ein Kater. Nach einem kurzen Streit bekommt der älteste Sohn die Mühle, der mittlere den Esel, und für den Jüngsten bleibt nur der Kater. Der jüngste Sohn ist todunglücklich: „Was soll ich nur mit einem Kater anfangen? Ich werde ihn töten und mir aus seinem Fell Handschuhe machen!“ Das bekommt der Kater mit und verspricht dem jüngsten Sohn, dass er ihm helfen könne, wenn er leben dürfe und Stiefel bekomme. Wie der Kater dann aus dem armen Müllersohn einen reichen und glücklichen Mann macht, könnt ihr euch ja selbst anschauen.

Mir hat die Oper sehr gut gefallen, weil sie sehr witzig war und ich noch nie so große Wollknäuel gesehen habe. Besonders der Anfang war eine gute Idee, aber ich finde, dass er für kleinere Kinder nicht so gut zu verstehen ist, deswegen sollte das Stück vielleicht ab acht Jahren sein.

Die Musik von César Cui war sehr schön, und ich habe mich gefreut, dass die Sänger so deutlich gesungen haben und ich sie gut verstehen konnte. Auch dass der Kinderchor der Staatsoper im Publikum saß, fand ich toll. Anna Benedict

Staatsoper im Schillertheater, Do 23.12., 11 und 15 Uhr, Sa 25.12., 17 Uhr,

Mo 27.12., 15 und 18 Uhr. www.staatsoper-berlin.org. Anna Benedict ist elf und wohnt in Lichterfelde-West.

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben