Zeitung Heute : Opposition will Wulff Auto und Büro verweigern

Berlin - Ex-Bundespräsident Christian Wulff muss möglicherweise auf Büro und Dienstwagen verzichten. Die Amtsausstattung könne man dem Zurückgetretenen „in keinem Fall“ gewähren, sagte der SPD-Haushälter Carsten Schneider dem Tagesspiegel. Sein CDU-Kollege Norbert Barthle rief die Opposition zur Mäßigung auf. Da der Anspruch auf Büro und Dienstwagen gesetzlich nicht geregelt sei, suche man nach dem größtmöglichen Konsens, sagte er. „Wir werden uns dabei mit Sicherheit aber auch die Ausstattung anderer ehemaliger Würdenträger angucken.“ Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) etwa verfüge trotz eines Jobs beim russischen Gasversorger Gazprom über eine Amtsausstattung aus Steuermitteln, „gegen die der Ehrensold für Wulff Kleingeld ist“. Jürgen Koppelin (FDP) nannte den Vorschlag, Wulff nur befristet bis zu dessen nächster entgeltlicher Tätigkeit ein Büro zur Verfügung zu stellen, unrealistisch. Als Ex-Bundespräsident werde dieser kaum wieder in einem Anwaltsbüro anheuern. raw

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