Zeitung Heute : Optimales Arbeiten

Eine Software von VMscope visualisiert Gewebeschnitte und macht so Diagnosen schneller

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Mit dem Einsatz der von der Firma VMscope GmbH entwickelten virtuellen MikroskopieSoftware soll eine Optimierung der Arbeitsabläufe in der Pathologie erreicht werden. Die fünf Gründer und Gesellschafter des Unternehmens sind Kai Saeger (Dipl.-Ingenieur), Manfred Dietel (Pathologe), Peter Hufnagl (Mathematiker), Karsten Schlüns (Informatiker) und Thomas Schrader (Pathologe und Medizinformatiker). Sie arbeiten seit rund vier Jahren gemeinsam an der Charité an diesem Projekt und stammen aus dem Umfeld des dortigen Bereichs „Digitale Pathologie & IT“. Ihre Idee brachte sie ebenfalls auf das Siegertreppchen des diesjährigen Businessplan-Wettbewerbs.

Bei dem Verfahren werden histologische Gewebeschnitte, die beispielsweise zur Diagnostik von Tumorerkrankungen benötigt werden, vollständig eingescannt, als Datei (virtueller Schnitt) abgelegt und später am PC „virtuell“ mikroskopiert. Dafür werden ein hoch auflösender und schneller Präparatescanner, ein Bildspeichersystem (PACS) und die Software (virtuelles Mikroskop) benötigt. Die technische Innovation besteht in der Visualisierung der großen Bilddaten (bis 15 Gigabyte pro Gewebeschnitt) beim Client ohne Übertragung des Gesamtbildes (Image Streaming). Dadurch wird die parallele Sicht auf mehrere Färbungen, die gleichzeitige Visualisierbarkeit auf mehreren Arbeitsplätzen sowie die Integration von Entscheidungshilfen und die Möglichkeit zur Vorselektion relevanter Areale erreicht.

Diese zentrale Organisation des Arbeitsablaufs sowie der Wegfall von ganzen Arbeitsschritten, wie beispielsweise des Transports der Gewebeschnitte zum Pathologen, führen zu erheblichen Einsparungen. Gegründet wurde die VMscope GmbH bereits im Dezember vergangenen Jahres nach dem Gewinn eines Hauptpreises beim bundesweiten Gründerwettbewerb „Multimedia“. W.H.

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