Zeitung Heute : Oranje weiter – aber alle reden über die Schiris

Berlin - Weltweit hat das nicht anerkannte Tor des Engländers Frank Lampard im Spiel gegen Deutschland am Sonntag und ein gewertetes Abseitstor der Argentinier gegen Mexiko die Debatte um technische Hilfsmittel im Fußball neu entfacht. In England wurde das von den Schiedsrichtern nicht gegebene Tor zwar als eine Schlüsselszene des Spiels gesehen, allerdings machen viele Kommentatoren vor allem die Leistung der eigenen Mannschaft für das WM-Aus des Teams verantwortlich. Der englische Fußball- Verband will in den nächsten zwei Wochen über die Zukunft seines Nationaltrainers Fabio Capello entscheiden. Er selbst will nicht zurücktreten. „Ich habe einen Vertrag und liebe diesen Job“, sagte er am Dienstag. Mehrere britische Zeitungen forderten den Rücktritt des Italieners.

Für den Auftritt des deutschen Teams gab es international Lob und Anerkennung. „Deutschland zündet den Funken“, schreibt die „Basler Zeitung“ in der Schweiz. Selbst in England überwiegt trotz der Kritik am Schiedsrichter der Respekt vor dem Auftreten der Deutschen. „Lassen Sie sich nicht von Fabio Capellos Vernebelungsmanöver über Frank Lampards ’Tor’ in die Irre führen. Selbst wenn das außergewöhnliche Tor des Mittelfeldmannes gegolten hätte, was es hätte sollen, kann sich England nicht der brutalen Erkenntnis entziehen, dass Deutschland in allen Belangen überlegen war“, bilanzierte die Zeitung „Daily Telegraph“. Die deutschen Nationalspieler haben nach dem Einzug ins Viertelfinale einen freien Tag. Am Mittwoch beginnt die Vorbereitung auf das Duell gegen Argentinien, das am Samstag um 16 Uhr angepfiffen wird.

Am Montag schoss der bei Bayern München spielende Arjan Robben in seinem ersten Einsatz bei dieser WM die Niederlande in Führung. Das zweite Achtelfinale zwischen Brasilien und Chile war bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe nicht beendet. Höhepunkt der Begegnungen an diesem Dienstag ist die Partie Spanien gegen Portugal (20.30 Uhr / ZDF und Sky). Nachmittags spielen Paraguay und Japan um den Einzug ins Viertelfinale (16 Uhr / ARD und Sky). Tsp

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