Zeitung Heute : Papst: Tod von Flüchtlingen ist Dorn im Herzen

Lampedusa - Seine erste Reise führt zu den Flüchtlingen: Papst Franziskus hat auf der Insel Lampedusa die Gleichgültigkeit gegenüber dem Schicksal von Migranten angeprangert. In einem dramatischen Appell rief er zu mehr Solidarität mit den verzweifelt Hilfesuchenden auf. Die Wohlstandskultur führe dazu, „dass wir nur an uns selbst denken, sie macht uns gefühllos dem Aufschrei der anderen gegenüber“, rief der Papst in einer Messe auf der italienischen Insel. Vor etwa 10 000 Migranten und Inselbewohnern forderte er die Abkehr von einer „Globalisierung der Gleichgültigkeit“. Der Tod von Migranten bei einer Überfahrt stecke wie ein schmerzender „Dorn im Herzen“. Der Mensch sei orientierungslos geworden, er kümmere sich nicht mehr um den anderen. Es war der erste Besuch eines Papstes auf Lampedusa. dpa

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