Zeitung Heute : Parken: Abschleppen nicht immer rechtens

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Wer von einem anderen Fahrzeug "zugeparkt" worden ist, sollte vor dem Anruf beim Abschleppdienst die Verhältnismäßigkeit prüfen. Zwar dürfe sich der zugeparkte Verkehrsteilnehmer gegen die Beeinträchtigung wehren, berichtete die von der Verkehrswacht in Meckenheim herausgegebene Zeitschrift "mobil und sicher" unlängst. Dabei dürfe jedoch immer nur das jeweils mildeste mögliche Mittel angewendet werden. Dies könne auch im Wegschieben des Zuparkers oder der Benutzung von Bus oder Taxi bestehen.

So müsse der Zugeparkte immer die Kosten abwägen, heißt es weiter. Drohe bei einem verpassten Geschäftstermin ein Schaden von 10 000 Mark, seien Abschleppkosten von 200 bis 300 Mark zwar das mildere Mittel. Könne er jedoch seinen Termin auch mit einem Taxi für 50 Mark wahrnehmen, sei dies der zu wählende Weg. In jedem Fall müsse der Zuparker Schadenersatz leisten. Das Abschleppen muss zunächst der Zugeparkte bezahlen, diesen Betrag kann er jedoch später als Anspruch gegenüber dem Zuparker geltend machen.

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