Zeitung Heute : Pauschaltarife für Vielsurfer

KURT SAGATZ

Jeder Nutzer hat seine eigenen Erwartungen hinsichtlich eines Providers.Einigen kommt es nur auf Geschwindigkeit an, andere sind auf der Suche nach dem billigsten Anbieter, wieder andere wollen einen Fullservice-Provider, der einem alle Dinge des täglichen Netzlebens mundgerecht serviert.Mit unserer Online-Umfrage auf der Website www.Berliner-Provider.de wollen wir wissen, was Sie an einem guten Internetzugang zu schätzen wissen.Mit der Umfrage soll herausgefunden werden, was einen guten Tarif eigentlich ausmacht.Möglicherweise ist das Ergebnis Anlaß für die Provider, sich besser auf die Wünsche ihrer Kunden einzurichten.Seit Anfang April verbuchte die Website www.Berliner-Provider.de 16 800 Besuche.

Zu unserem heutigen Test: Bei einem zeitabhängigen Internet-Tarif kosten 40 Stunden Online-Zeit im Monat einschließlich der Telefonkosten bis zu 280 DM.Beim zugrunde liegenden Beispiel wirkt sich der Stundenpreis von 3 DM als verheerender Hebel aus, der die Kosten enorm in die Höhe treibt.So schlimm kann es mit keinem Pauschaltarif kommen.Mehr als 150 DM kosten bei keinem Anbieter dieses Modells 40 Internet-Stunden im Monat, immerhin eine Ersparnis von 130 DM gegenüber dem anderen Tarifmodell.Die Pauschaltarife sind die zweite große Gruppe der Internet-Tarife.Der Zugangsprovider erhält einmal monatlich eine Pauschale, die zwischen 20 und 40 DM liegt.Wer sich für einen Pauschaltarif entscheidet, weiß bereits am Monatsanfang, was er maximal zu zahlen hat.Dieser Tarif ist nicht für jeden Nutzer geeignet.Wenigsurfer kommen häufig nicht über die in den Grundgebühren der zeitabhängigen Tarife enthaltenen Freistunden hinaus.Auch wenn der Computer einen Monat nicht angerührt wird: Die Grundgebühr muß bezahlt werden - und die liegt bei den meisten Pauschaltarifen eben höher als bei der Mehrzahl der zeitabhängigen Angebote oder den Online-Diensten.

Den Zugang für diese Zeit einfach abzumelden, ist in der Regel nicht ratsam, denn die Mehrheit der Internet-Nutzer hat ihr E-Mail-Konto bei seinem Zugangsprovider.Zu empfehlen ist das vorübergehende Kündigen eines Zugangs somit nur dann, wenn das E-Mail-Konto unabhängig vom Zugang existiert.Für Berliner besteht die Möglichkeit, sich unter www.Berlin.de unentgeltlich als "Bewohner" anzumelden, um dort an das E-Mail-Konto nach dem Modell Vorname.-Nachname@Berlin.de zu kommen.

Zum Test: Da die Grundgebühren der verschiedenen Pauschaltarif-Anbieter relativ dicht beieinander liegen, unterscheiden sich die Provider in diesem Bereich durch die Faktoren Leistung, Support und Extras.Die beste Note liegt bei 1,7, die schlechteste bei 2,9.Bei der Entscheidung kommt es darauf an, ob mehr als eine E-Mail-Adresse oder mehr Platz für die eigene Homepage benötigt wird, oder ob man Wert auf eine ständig erreichbare und dennoch billige Hotline legt.

Fragen zum Test an die E-Mail-Adresse: user@berliner-provider.de

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