Zeitung Heute : Péter Esterházy, Schriftsteller

Befragt von Beatrix Schnippenkoetter

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WAS ICH MAG

1. Beim Aufwachen: Das sich Aalen.

2. Am Schreiben: Beinahe der angenehmste

Zeitvertreib.

3. An Literatur: Die Unendlichkeit.

4. An Budapest: Die Möglichkeiten.

5. An Ungarn: Alles.

6. An Deutschland: Als Tourist: Es ist angenehm,

berechenbar.

7. An meiner Familie: Der (menschliche) Reichtum, die Vielfalt.

8. Beim Essen: Nicht die gute Gesellschaft, die schönen Gespräche – das Essen als sinnliche Erfahrung.

9. Und sonst…: Tage, wo nichts geschieht, nichts.

10. Ein Satz, den ich gerne öfter hören würde:

Sie sind ein großer Koch.

WAS ICH NICHT MAG

1. Beim Aufwachen: Meinen Rücken beim sich Aalen.

2. Am Schreiben: Letzendlich (!): mich.

3. An Literatur: Schöngeisterei.

4. An Budapest: Dass es sich gegenüber seinen Möglichkeiten uninteressiert zeigt.

5. An Ungarn: Formlosigkeit, Gedankenlosigkeit, Dummheit, Neid, Kleinkariertheit, Selbstlüge.

6. An Deutschland: Die klassische deutsche Steifheit und die neue Ungezwungenheit.

7. In Berlin: Den Wind.

8. Beim Essen: Teure Mittelmäßigkeit.

9. Und sonst…: Schwimmen.

10. Ein Satz, den ich nie wieder hören möchte: Dass ich meinem Vater ein Denkmal gesetzt habe (obwohl…).

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