Zeitung Heute : Pflicht der Wirtschaft

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Betrifft: „Union im Streit um Arbeitslosengeld“ vom 25. Juni 2002

Die Vorschläge der Hartz-Kommission zur Reduzierung der Arbeitslosenzahlen sind Schläge in die Gesichter der Erwerbslosen. Sie zeigen, dass die Wirtschaft Menschen immer weniger als Individuen mit Gefühlen und sozialen Bindungen sieht, sondern nur noch als Arbeitskräfte, die ständig verfügbar zu sein haben und noch zu viel Geld kosten.

Um Erwerbslose wieder in das Berufsleben zu bringen, muss Druck auf die Richtigen ausgeübt werden, und das ist die Wirtschaft. Gerade große Betriebe haben selbst in Zeiten bester Geschäfte oft Arbeitsplätze abgebaut, um Gewinne noch zu erhöhen. Der Arbeitsplatzabbau wird jetzt, wo die Kassen nicht mehr ganz so gut klingeln, fortgesetzt. Und nun sollen auch noch die Opfer dieser Vorgänge, die Erwerbslosen, die Zeche dafür zahlen. Die Politik sollte endlich die Wirtschaft in die Pflicht nehmen, statt vor ihr zu buckeln.

Paul Fröhlich, Bremen

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