Zeitung Heute : Pharmazie: Apotheken umwerben Auszubildende in spe

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Dass sich eine Branche um Auszubildende regelrecht reißt, ist selten geworden. Die Dienstleistungsbranche der Apotheken gehört zu diesen Ausnahmen. In Berlin ist die Personalknappheit besonders groß. Denn "nur" 339 Pharmazeutisch-Kaufmännische Assistenten (PKA) sind derzeit in der dreijährigen Ausbildung. Hoher Bedarf besteht auch bei den Pharmazeutisch-Technischen Assistenten (PTA), die bis zum Abschluss eine zweijährige Fachschulausbildung und ein halbjähriges Praktikum in der Apotheke absolvieren.

Immerhin wurde die Zahl der Auszubildenden seit 1998 um 23 Prozent gesteigert. Doch das ist nicht genug, um den Personalbestand von landesweit etwa 900 PKA zu sichern. Die Berliner Apothekerkammer, der rund 4000 Apotheker angehören, ist deshalb in die Initiative gegangen und veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Arbeit am 21. Juni einen Tag der offenen Tür. Motto: Berufschance Gesundheit. Die Hoffnung ist, zum Einstellungstermin 1. August möglichst viele junge Leute für eine Ausbildung zum Pharmazeutisch-Technischen- oder Pharmazeutisch-Kaufmännischen Assistenten zu werben. Als Ausbildungsvergütung winken zwischen 921 Mark (1. Jahr) und 1138 Mark (3. Jahr). Die Angestellengehälter sind abhängig von Berufserfahrung und Qualifikation. Kammerpräsident Norbert Bartetzko: "Die Apotheke hat sich zum Dienstleistungszentrum rund um die Gesundheit entwickelt. Sie bietet interessante, wohnortnahe Arbeitsplätze."

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