Zeitung Heute : Philip Gröning, Regisseur

Befragt von Beatrix Schnippenkoetter

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WAS ICH MAG

1. Beim Aufwachen: Sofort Feuer zu machen!

2. Zu Hause: Stille und die Farbe vom Holz.

3. Im Kloster: Ganz viel. Die Gerüche. Wald und

trockener alter Stein.

4. An der Stille: Den Raum, den sie gibt.

5. Am Schweigen der Mönche: Die Gelassenheit und Herzlichkeit in Blicken und Gesten.

6. Im Kino: Die Momente, in denen mir als Zuschauer Raum gegeben wird.

7. Beim Drehen: Das Chaos! Und wie es dann ganz plötzlich zu Momenten größter Klarheit wird.

8. An Dokumentarfilmen: Die Komplexität der

Geschichten und die Gesichter.

9. An meinem Leben: Dass ich als Regisseur

alle Fragen stellen kann.

10. Und sonst…: Licht, Schnee, Winde, Haut.auf dem Weg zum Potsdamer Platz. Wackeln des ganzen Hauses.

3. Im Kloster: Manchmal die Glocke, alle zwei

Stunden ruft sie zum Wechsel dessen, was man tut.

4. An der Stille: Die Traurigkeit, auch Leere, die da manchmal mit hochkommt.

5. Im Kino: Falsche Gefühle. Schlöndorff- Filme.

6. Beim Drehen: Wenn ich den Faden verliere und

nichts dagegen tun kann.

7. Am deutschen Film: S.o. Das ständige „Das würde ich ja gerne anders machen, aber das darf ich nicht.“ Wer sagt denen eigentlich, was sie alles nicht dürfen?

8. An Dokumentarfilmen: Posieren und

Kommentar-Dampfwalzen (Michael Moore).

9. An meinem Leben: Mein ständiges Zuspätkommen.

10. Und sonst …: Angst.

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