POESIEFESTIVALWeltklang – Nacht der Poesie : Zirpen, Flüstern, Singen

Noemi Hahnemann

Wie viele Stimmen, wie viele Sprachen, wie viele verschiedene Töne. Das Poesiefestival Berlin, diesmal mit einem kleinen Schwerpunkt zur arabischen Welt und einem deutsch-französischen Übersetzer-Workshop, präsentiert vom 17. Juni an wieder einmal acht Tage lang den ganzen Reichtum der zeitgenössischen Dichtung, wieder mit der Akademie der Künste am Pariser Platz als Hauptspielort. Und wie immer beginnt es mit „Weltklang – Nacht der Poesie“.

Im Maxim Gorki Theater treten auf: der Franzose Yves Bonnefoy (Foto), der am 24. Juni seinen 88. Geburtstag feiert und Größen wie Rimbaud und Mallarmé beerbt, der Deutsche Marcel Beyer, die Tschechin Iva Bittová, die Holländerin Tsead Bruinja zusammen mit dem Musiker Jaap van Keulen, Billy Collins aus den USA, der Tunesier El Général, der Südkoreaner Kim Hyesoon, der Kubaner Silvio Rodríguez und die Berliner Schriftstellerin Kathrin Schmidt.

In ihren Performances rast die Sängerin, Schauspielerin und Violinistin Iva Bittová durch die Welten von Jazz, Avantgarde, mährischer Folklore, klassischem Songwriting und Lautpoesie. Ihre Stimme changiert vom Gesang über Zirpen, Flüstern bis zu tiefen Kehllauten. El Générals Song „Rais Lebled“ (Chef meines Landes) wurde die Hymne des Umsturzes in Nordafrika. Er kam in Haft, doch seine Texte waren schon verbreitet genug, um an den Rand gedrängt werden zu können. Silvio Rodríguez ist Kubas bekanntester Liedermacher und füllt in seiner Heimat ganze Stadien. Noemi Hahnemann

Maxim Gorki Theater, Fr 17.6., 20 Uhr, 10/7 €. Poesiefestival

Berlin, bis 24.6., AdK am Pariser Platz. Weitere Informationen unter www.literaturwerkstatt.org

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