Zeitung Heute : POLITDRAMA

The Ides of March – Tage des Verrats.

Foto: Saeed Adyani

Stephen Meyer (Ryan Gosling) ist smart, jung und ehrgeizig. Er organisiert die Vorwahlkampagne des demokratischen Hoffnungsträgers für die US-Präsidentschaft (George Clooney) und träumt vom Karrieredurchmarsch, als er über eine Intrige und die Affäre mit einer Praktikantin ins Straucheln gerät. Das Minenfeld, in dem Politiker und ihr Umfeld agieren, ist schon Thema vieler guter Filme gewesen. George Clooneys vierte Regiearbeit durchzieht ein leicht oberlehrerhafter Grundton. Manchmal hätte er seinen moralischen Pessimismus etwas zurücknehmen können. Dennoch ist „The Ides of March“ ein handwerklich und visuell brillantes, spannendes Politdrama, das von dem bis in die Nebenrollen bestens besetzten Ensemble (herausragend: Philip Seymour Hoffman und Paul Giamatti als zynische Wahlkampfdinosaurier) getragen wird. Gut. Jörg Wunder

USA 2011, 101 Min., R: George Clooney, D: Ryan Gosling, George Clooney, Philip Seymour Hoffman, Paul Giamatti, Marisa Tomei

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