Zeitung Heute : Prächtig brechtisch

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Ins Werk von Roland Barthes (1915-1980) führen tausend Wege. Aber wer käme auf die Idee, damit anzufangen, womit er angefangen hat, dem Theater? Seine Reflexionen über Japan, die Liebe, die Fotografie oder über Schubertlieder: Alles scheint naheliegender, die Denkweise dieses Semiologen kennenzulernen, dem sich die Zeichenhaftigkeit der Welt zunehmend verrätselte. Dabei gab es, wie er in seiner Autobiografie schrieb, für ihn nichts Wichtigeres als die Erfahrung des Theatralischen - mit wachsender Entfernung von der Bühne. Nun liegt erstmals auf Deutsch eine Sammlung von 50 frühen Theatertexten vor, die Barthes zwischen 1953 und 1960 für verschiedene Zeitschriften schrieb. Eigenwillige Denkstücke und Kritiken: nicht Journalismus, nicht Theorie, durchdrungen von einer Bewunderung für Brecht, die später in Proust einen literarischen Gegenpol fand.

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