Zeitung Heute : Präsident will mehr Empathie für Europa

Berlin - Bundespräsident Joachim Gauck hat sich in seiner ersten großen Grundsatzrede für eine gemeinsame Finanz- und Wirtschaftspolitik in der Euro-Zone ausgesprochen. „Wir brauchen eine weitere innere Vereinheitlichung“, sagte Gauck am Freitag in seinem Berliner Amtssitz Schloss Bellevue. Gaucks Rede war mit Spannung erwartet worden, weil er Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zuvor indirekt vorgeworfen hatte, ihre Europapolitik in der Öffentlichkeit nicht ausreichend zu erklären. Am Freitag nahm er die Kanzlerin nun gegen Kritik aus südeuropäischen Krisenländern in Schutz: Unter den verantwortlichen Politikern in Deutschland gebe es niemanden, „der ein deutsches Diktat anstreben würde“. Es gehe nicht um ein „deutsches Europa“, sondern um ein „europäisches Deutschland“. Allerdings gab er zu, dass „deutsche Politiker vereinzelt zu wenig Empathie“ für die Situation in den Krisenländern gezeigt hätten. ame

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