PRÄSIDENTENSUCHE IN ÄGYPTEN : Wahlgewinner stellen keinen Kandidaten

Auch nach ihrem Sieg bei den Parlamentswahlen wollen die Muslimbrüder in Ägypten keinen Kandidaten aus den eigenen Reihen für das Präsidentenamt nominieren.

Der Chef der Muslimbrüder, Mohammed Badie, sagte am Donnerstag laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Mena, die Muslimbruderschaft werde keinen Kandidaten aufstellen und auch den früheren Muslimbruder Abdelmoneim Abul Fotuh nicht unterstützen. Badie bot jedoch an, für das Amt des Präsidenten einen

parteiübergreifenden

Konsens
anzustreben.

Die von den Muslimbrüdern gegründete Partei der Freiheit und Gerechtigkeit erhielt bei den Parlamentswahlen, die in den vergangenen Wochen abgehalten wurden, 47 Prozent der Mandate. Zusammen mit islamistischen Gruppen stellen sie drei Viertel der Abgeordneten. Die Muslimbrüder wollen zukünftig die Macht des Präsidenten deutlich einschränken und dafür das parlamentarische System stärken.

Die Kandidaturen für das Präsidentenamt können ab dem 15. April eingereicht werden. Die Wahl soll bis Ende Juni erfolgen, ein konkretes Datum gibt es aber nicht. Tsp/AFP

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