PRÄVENTION : PRÄVENTION

Sicherheitsglas macht es Einbrechern schwerer

Besonderen Schutz brauchen frei stehende Häuser und Wohnungen im Erd- oder Dachgeschoss. Gefährdet sind vor allem Balkon- und Terrassentüren oder leicht erreichbare Fenster, speziell wenn diese über Mauervorsprüngen liegen. Herumstehende Gartenmöbel sind ebenfalls Kletterhilfen. Verbundsicherheitsglas (VSG) können Einbrecher nicht so leicht einwerfen. Hierbei unterscheidet die Branche zwischen den Sicherheitsklassen P1A bis P5A, die einen Durchwurf hemmen können. Noch stärker sind die Klassen P6B bis P8B, die einen Durchbruch verzögern sollen. Wer sich im Privathaushalt vor Einbrechern schützen will, sollte Glas der Sicherheitsklassen ab P5A wählen, rät Grönegräs, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Flachglas. Das könne einen Einbrecher so lange hinhalten, dass er vielleicht entmutigt aufgebe, weil ihm das Risiko zu groß erscheint, bemerkt zu werden. „Wenn Fenster mit dem Rahmen verschraubte Schließbleche, aufhebelsichere Pilzkopfzapfen in mehreren Ecken und einen drehgehemmten Griff mit Aufbohrschutz besitzen, gelten sie als sicher“, erklärt Eldor von Lentzke, Tischlermeister und Experte für technische Einbruchprävention aus Berlin. „Technischer Einbruchschutz ist eine Frage des Zeitgewinns.“ Wer eine Barriere nicht schnell überwinden kann, gibt schneller auf. dpa

Keine Fremden ins Mietshaus einlassen

Bewohner von Mietshäusern und Mehrfamilienhäusern sollten nicht einfach so mit dem Türöffner Fremde ins Haus lassen. Es könnte mal nicht der Briefbote oder Reklameausträger sein, sondern Einbrecher. Davor warnt der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen in  Hamburg. Bewohner sollten sich daher immer vorher vergewissern, wer tatsächlich vor der Tür steht. Und bevor man die Pforte zur eigenen Wohnung öffnet, sieht man besser durch den Türspion. Flur- und Haustüren sollten auch immer geschlossen werden, um keinen Unbefugten den Zutritt zum Haus zu ermöglichen. Besonders häufig wird im Herbst und Winter in Wohnungen eingebrochen. dpa

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