Zeitung Heute : Praktisch

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Licht, Luft und Sonne? Wer nie in einem Plattenbau gewohnt hat, sieht nur die einheitlichen, in den letzten Jahren in pastellfarbenen Zuckerguss getauchten Fassaden und fragt sich, wie zum Teufel Menschen es dahinter bloß aushalten können. Aber die Menschen halten es dort nicht nur aus. Sie wohnen da. „Plattenbau privat“ von Susanne Hopf und Natalja Meier zeigt, wie Arbeiter, Familien, Rentner und Intellektuelle sich in den letzten 20, 30 Jahren ihre „Platte“ zu eigen gemacht haben. Es gibt schicke Künstlerquartiere, karge Studentenbuden, Wohnungen, die noch aus den 50er Jahren zu stammen scheinen, und solche, die den Altbauschick der 90er Jahre imitieren. Es gibt nichts, was es nicht gibt – außer Uniformität.stf

Plattenbau privat. Susanne Hopf, Natalja Meier. Nicolai Verlag, 144 Seiten, 19,90 Euro.

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