Zeitung Heute : Praxistest in europäischen Städten verlief erfolgreich

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Statt Dieselruß kommt Wasserdampf aus dem Auspuff: Zwei Jahre lang fuhren 27 mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellen-Busse im öffentlichen Nahverkehr von neun europäischen Großstädten, darunter Hamburg und Stuttgart. Es war nach Angaben der Europäischen Union der weltweit größte Praxistest mit den Bussen, die künftig Menschen und Umwelt von schädlichen Abgasen und Feinstaub entlasten sollen. In diesem Frühjahr zogen die 26 Projektpartner von „Cute“ (Sauberer Stadtverkehr für Europa) eine positive Bilanz. Hamburg erweiterte sogar seine Flotte von drei auf neun Busse und will laut Bausenator Michael Freytag (CDU) „führender Wasserstoff-Nutzer in Europa sein“. Außer in Hamburg und Stuttgart fuhren bis Ende 2005 noch je drei Busse durch London, Amsterdam, Madrid, Barcelona, Stockholm, Porto und Luxemburg, um die Zukunftstechnik unter den verschiedensten Bedingungen zu erproben. Der Wasserstoff für die Busse wurde zu mehr als 50 Prozent mit erneuerbaren Energien hergestellt, betonte EU-Direktor Alfonso Gonzáles Finat. Der Weg bis zur Marktreife und zu konkurrenzfähigen Preisen ist indessen noch lang. Wasserstofflieferant Vattenfall ist zuversichtlich, bis 2012 wirtschaftliche Preise anbieten zu können, sagte Oliver Weimann, Direktor für erneuerbare Energien. Das Tanken von Wasserstoff sei insgesamt nicht gefährlicher als das Tanken von Benzin. dpa

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