Zeitung Heute : Premiere spart: WM aus dem Container

Der Tagesspiegel

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2002 findet bei Premiere fast ausschließlich im Industriegebiet Ismaning statt. Der Pay-TV-Sender der finanziell schwer angeschlagenen KirchGruppe muss sparen. Deshalb sollen fast alle Live-Übertragungen von der WM in Japan und Südkorea nicht vor Ort, sondern von der heimischen Zentrale aus kommentiert werden. Die meisten Premiere-Fußballexperten werden in Containern vor Bildschirmen, Mischpulten und Mikrofonen sitzen statt in den Stadien mit Blick auf das Spielfeld. Ausnahme sind wahrscheinlich nur die Spiele der deutschen Mannschaft.

Acht Kommentatoren waren ursprünglich für die Reise nach Asien eingeplant, um von dort aus über das sportliche Großereignis zu berichten. Die erste WM sollte für den Pay-TV-Sender, der als einziger alle 64 WM-Spiele live zeigen darf, ein Höhepunkt der vielfach gelobten Fußball-Berichterstattung werden. Doch nach den derzeitigen Sparplänen reisen als Kommentatoren nur Marcel Reif und Fritz von Thurn und Taxis zur WM. „Kein Kommentar“, sagte am Mittwoch Premiere-Sportchef Carsten Schmidt. Sprecher Olaf Markhoff erklärte: „Alles ist im Fluss.“ dpa

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