Zeitung Heute : Preußische Gedanken

Der Tagesspiegel

Preußen ist untergegangen. Unsere Serie zeigt, wo der Name lebendig geblieben ist.

Friderizianisches Gedankengut in moderner Fassung hat sich die Preußische Gesellschaft Berlin–Brandenburg auf die Fahnen geschrieben. Der in der Kantstraße ansässige Verein fordert unter anderem eine Reform des Schulwesens. Dafür kann Volker Tschapke, Präsident der Gesellschaft, gleich eigene Argumente bringen. Ganz im Sinne des humanistischen Gymnasiums soll die Schule organisiert werden. Mit einer erneuerten Sprach- und Kunsterziehung und der grundsoliden naturwissenschaftlichen Ausbildung. Aber auch Kenntnisse im Umgang mit Tastatur und Maus dürften nicht fehlen.

Tschapke greift überdies dem bald zur Centfuchserei verdammten Senat zumindest moralisch unter die Arme, wenn er Sparsamkeit und Genügsamkeit als Tugenden anmahnt. Verantwortung, Pflichtbewusstsein, Toleranz und Ethik – das sind die moralischen Speerspitzen des 1996 gegrü ndeten Vereins. Dazu lädt sich Tschapke regelmäßig Größen aus Politik und Wirtschaft ein. „Aus der Vergangenheit die Kraft für morgen schöpfen.“ – das will er den Berliner Jammerern mit an die Hand geben.

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