Zeitung Heute : "Privatbesucher-Strukturtest" ermittelte den durchschnittlichen IFA-Besucher

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Wer den typischen Besucher der Funkausstellung sucht, der hat gute Chancen in den Hallen für Car-HiFi fündig zu werden. Jene, die der Veranstalter im "Privatbesucher-Strukturtest" als durchschnittliche IFA-Besucher ermittelt hat: Sie sind um die 30 Jahre, verdienen gut, kommen aus Berlin, und sie sind Männer. So wie Mario Gauter. Der 31-Jährige sitzt auf dem Fahrersitz des Ausstellungswagens "Deci Bell" und lässt sich von dessen 10 000-Watt-Anlage beschallen. Als die Bässe der 36 Verstärker den aufgemotzten Pick-up-Truck zum Wackeln bringen, lehnt sich der junge Mann zurück und nickt anerkennend. "Das ist schon was Besonderes", sagt er. Der gebürtige Neuköllner ist an diesem Tag extra aus Frankfurt am Main angereist, wo er als Marktforscher arbeitet. "Seit 1989 habe ich keine Funkausstellung verpasst", sagt er. Das sei für ihn die beste Möglichkeit, bei der schnelllebigen Technik up to date zu bleiben.

"Als ich jünger war, da war das mehr wie ein Volksfest für mich, und ich habe mir vor allem die Fernseh-Shows angeguckt", erzählt Gauter. In diesem Jahr hat er es auf die neuesten Hifi-Anlagen abgesehen. "Ich habe vor kurzem auch mein eigenes Auto aufgerüstet", sagt er. "Und jetzt gucke ich mal, was es hier noch so gibt." Die neuesten Trends bei Handys und Computern lassen ihn eher kalt: "Das sind für mich nur Gebrauchsgegenstände, die man überall sehen kann". Prickelnd findet er auf der IFA nur die Auto-Hifi-Anlagen: "So einen Sound kann man nirgendwo anders erleben."

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