Zeitung Heute : Pro Büro eine Dusche

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Die Architekten Cornils Bartels und Gerald Tritscher (München) sowie Marc Kocher (Zürich) haben den Fabrikaltbau mit Elementen südländischer Architektur kombiniert. „Wer hier arbeitet, sitzt nicht an irgendeinem Schreibtisch in irgendeiner Immobilie - der lebt hier und verbringt in dem Gebäudekomplex auch seine Freizeit“, sagte Bartels. In jedem Büro gebe es beispielsweise eine Dusche. Die „Backfabrik.de“ soll auch als Kulturzentrum dienen. Der Gebäudekomplex war ursprünglich 1911 erbaut worden, der jüngste Teil der Großbäckerei wurde 1972 hinzugefügt. Die damals entstandene Backstraße sollte den etwa 1000 Quadratmeter großen Atomschutz-Bunker des früheren DDR-Staats- und Parteichefs Erich Honecker tarnen, der sich unter einem der Gebäude befindet. Die Fabriketagen wurden in großzügige Lofts umgestaltet, die sich im Grundriss sehr ähneln. Die Raumgrößen variieren von 250 bis 1300 Quadratmetern. Bis zu 5 Meter 80 hohe Decken ergeben den typischen Loft-Charakter. Rund 160 Kilometer Kabel wurden für Telefon und Internet verlegt. Zum Wahrzeichen der Backfabrik soll der Turm mit einer Fassade aus Plexiglas werden, den 480 Neonleuchten anstrahlen. Wenn alles nach Plan läuft, sollen über 2000 Arbeitsplätze an der Prenzlauer Allee /Ecke Saarbrücker Straße geschaffen werden. Die Gesamtkosten für Sanierung Neubau belaufen sich auf rund 110 Millionen Mark. Weitere Informationen im Internet: www.backfabrik.de dpa/Tsp

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