Zeitung Heute : Proteste gegen Gaddafi in Libyen – Soldaten schießen auf Demonstranten

Tripolis/Kairo - Die Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in Libyen werden immer gewalttätiger. Bei Protesten gegen Machthaber Muammar al Gaddafi kamen der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zufolge bisher 173 Menschen ums Leben. Der Revolutionsführer ließ seine Sicherheitskräfte Augenzeugen zufolge auf die Bevölkerung schießen.

Dramatisch war die Lage vor allem in der Stadt Benghasi. Nach Angaben eines Arztes wurden dort allein am Sonntag mindestens 50 Menschen getötet. Die meisten Opfer seien durch Kugeln gestorben, sagte der Leiter der Intensivstation eines Krankenhauses in Benghasi.

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton rief am Sonntag zu einem Ende der Gewalt auf. Das Auswärtige Amt warnte vor Reisen in den Osten Libyens.

In Bahrain, Tunesien, Algerien, Dschibuti und im Jemen gingen am Wochenende erneut Tausende auf die Straße. Erstmals gab es auch eine Demonstration in Marokko. rtr/AFP

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