Zeitung Heute : PUBERTÄTSROCK

Meer is nich

Eugen Dennoch

Alles fürs Trommeln. Die 17-jährige Lena nimmt Schlagzeugunterricht, probt stundenlang und verpennt die Abiturprüfung. Der Konflikt ist vorgezeichnet: Es ist der Konflikt eines Nicht-Mehr- Mädchens und Noch-Nicht-Erwachsenen mit der Welt, den Eltern, den Zwängen. Und auch wenn dieser Film von Hagen Keller kein Pubertätsneuland betritt, ist es ein bemerkenswert genaues Lebensphasenporträt. Kaum Klischees, viel vorsichtiges Antippen von Seelenbefindlichkeiten. Nur die Spielweise der Darsteller will nicht immer zu den betont offenen Charakteren passen. Thorsten Merten, der Vater, trägt gern dick auf, Ulrike Krumbiegel erlaubt ihrer Figur auch leisere Töne. Und Elinor Lüdde als Lena findet das Authentische, Wiedererkennbare. So lugt dieser lebensnahe, unaufgeregte Film in die abgründigen Welten einer Selbstfindung. Stimmig. Eugen Dennoch

„Meer is nich“, D 2007,

103 Min., R: Hagen Keller, D: Elinor Lüdde, Ulrike Krumbiegel

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