Zeitung Heute : Rätseln und Reisen: Auf Wasserwegen durch Holland und Belgien

Die Lösungen bitte bis Dienstag (Poststempel

Auch in dieser Woche ist bei unserem Reiserätsel die Gelegenheit, eine Flusskreuzfahrt auf dem Motorschiff "Swiss Crystal" zu gewinnen. Das Bremer Kreuzfahrt-Büro plantours und Partner (Obernstraße 76, 28195 Bremen; Telefon: 04 21 / 17 36 90, im Internet: www.plantours-partner.de ) lädt zwei Personen ein, es sich im Juli eine Woche lang auf den schönsten Wasserwegen Hollands und Belgiens rundum gemütlich zu machen.

Inbegriffen sind auf dem Erster-Klasse-Schiff neben einer komfortablen Außen-Doppelkabine mit Panorama-Fenster, Dusche und Toilette auch alle Mahlzeiten an Bord während der einwöchigen Tour, die am 17. in Amsterdam beginnt und am 24. Juli dort auch wieder endet. Darüber hinaus werden geführte Stadtrundgänge oder auch Hafenrundfahrten in Middelburg, Gent und Brügge bis Antwerpen und Rotterdam angeboten.

In den vergangenen Tagen hat sich Radio Multikulti (auf UKW bei 106,8 MHz) in seiner Serie "Reisefieber" (im Internet auf den Service-Seiten von www.multikulti.de) noch einmal ausführlich mit den Stationen der zu gewinnenden Flusskreuzfahrt, der Geschichte Hollands und Flanderns und dem Leben auf einem Kreuzfahrtschiff beschäftigt. Täglich gegen 9 Uhr 45 können schnelle Anrufer in der "Meridian 13"-Sendung einen Reiseführer nach Wahl aus den Programmen des Michael-Müller- oder des Stefan-Loose-Verlages gewinnen, wenn sie die Tagesfrage richtig beantworten. Im "Reisefieber kompakt" (immer sonntags von 13 bis 15 Uhr) gibt es Musik aus der Region, die Tagesrätsel, den "Joker" der Woche sowie Gespräche mit den Sponsoren zu hören.

An der Auslosung der Reise nehmen alle Einsendungen mit fünf richtigen Antworten dieser oder der vergangenen Woche teil:

1. Achteckiges

Die Hauptstadt der Provinz Seeland mit ihren etwa 40 000 Einwohnern, Middelburg, die auf der "Insel" Walcheren (seit 1961 durch einen Deich mit Nordbeveland verbunden) liegt, war in ihrer Blütezeit nicht nur ein traditionsreicher Handelsplatz, sondern auch Sitz der seeländischen Stände. Zu den Sehenswürdigkeiten der Altstadt (die nach schweren Zerstörungen durch Bombardements im Zweiten Weltkrieg im alten Stil wieder aufgebaut beziehungsweise restauriert worden ist) gehören ein spätgotisches Rathaus, die Nieuwe Kerk und ein ehemaliges Prämonstratenser-Kloster, die Onze Lieve Vrouweabdij genannt wird. Diese Anlage, bis heute Sitz der Provinzregierung und zum Teil auch Museum mit zwei marmornen Prunkgräbern, wird vom Wahrzeichen der Stadt überragt. Wie wird der achteckige Turm, der 91 Meter hoch ist, von der Bevölkerung liebevoll genannt?

2. Überragendes

Der Legende nach soll schon der römische Legionär Silvio Brabo den Grundstein für die Siedlung an der Schelde gelegt haben, nachdem er den grausamen Riesen Antigon bezwungen hatte, der von den vorbeisegelnden Schiffern Wegegeld erpresste; weigerte sich einer, wurden ihm die Hände abgehauen und ins Wasser geworfen ("Hand werpen" = Antwerpen). Andere Quellen führen den Namen der belgischen Stadt auf "Wohnhügel" ("werp"; vergleichbar mit den "Warften" auf den norddeutschen Halligen) zurück. Die Liebfrauenkathedrale, auch als "Kirche mit dem höchsten Turm in den gesamten Niederlanden" apostrophiert, wurde im Stil der Brabanter Gotik auf den Grundmauern einer romanischen Kirche errichtet, deren Anfänge bis ins Jahr 1124 zurückgehen. Im recht schmucklosen Innenraum kann man die "Kreuzaufrichtung" und die "Kreuzabnahme" von Rubens bewundern. Wie hoch ist der alles überragende Kirchturm der Antwerpener Notre Dame (einer von ursprünglich fünf geplanten Türmen)? Schon beim zweiten Turm ging damals das Geld aus.

3. Falsches (Zitate-Rätsel)

Welches der folgenden drei Zitate stammt nicht aus dem "Schroeder"-Reiseführer Belgien und hat im Original auch nichts mit Holland oder Belgien zu tun?

a) "Im Kloster ist es vorbei mit den kargen Süppchen vor dem Gebet. Stattdessen tischt der Oberkellner jetzt Hummer auf und schenkt Champagner aus. Gewandelt - zumindest äußerlich - hat sich auch Schwester Maria selbst. Ihre schwarze Kutte hat sie längst abgelegt und gegen ein tief dekolletiertes Seidenkleid eingetauscht. Die Fingernägel sind knallrot lackiert, und zur Entspannung steckt sich die Äbtissin vorzugsweise eine dicke Zigarre zwischen die rotgeschminkten Lippen." (über ein Luxushotel im Kloster der armen Klarissen von Nieuwepoort, das dem zuständigen Bischof in Brügge ein derartiger "Stein des Anstoßes war, dass er die Hoteliers-Nonne exkommunizierte)

b) "Die Stadt erlangte am 6. März 1987 traurige Berühmtheit, als hier ein Fährschiff kurz nach dem Auslaufen kenterte und fast 200 Menschen in den Tod riss. Die Unglücksfähre vom Typ "Roll on - Roll off" hatte vorschriftswidrig mit geöffneten Ladeluken den Hafen verlassen. So konnte trotz ruhiger See das Wasser blitzschnell in den Rumpf des Schiffes eindringen und die Fähre kentern lassen." (über eine der schwersten Fährschiff-Katastrophen, den Untergang der "Herold of Free Enterprise" bei Zeebrugge)

c) "Die Lieblingsprojekte des Wohnungsbauministers sind in den Schulferien fest in der Hand einheimischer Badeurlauber. Leere Strände, weiße Dünen, Palmen. Der Bauboom hat die Küste erreicht, die in 116 Abschnitte aufgeteilt wurde. Jeder Bereich wurde schon in den 70er Jahren an einen Investor vergeben. Neben privaten Konsortien haben auch Organisationen wie das Syndikat der Ingenieure, der Lehrerverband, die Offiziersvereinigung oder Staatsfirmen ein Stück Land gekauft." (über die "typisch belgische" Vorgehensweise bei der Vergabe des neugewonnenen "Lands zwischen den Inseln")

4. Primitives

Als eines der herausragenden Kunstwerke, das man im "Venedig des Nordens" bewundern kann, gilt die "Brügger Madonna", das einzige Werk Michelangelos, das zu dessen Lebzeiten über die Alpen gelangte. Diptychen und Triptychen mit religiösen Motiven und Porträtgemälden sind dagegen die Hauptarbeiten des in Seligenstadt nahe Frankfurt am Main geborenen "Stadt-Malers" Hans Memling, dem in Brügge, der Hauptstadt Westflanderns, wo er 30 Jahre lang lebte und 1494 auch starb, ein eigenes Museum gewidmet wurde. Dort kann man zum Beispiel auf einer Reihe von Miniaturgemälden seines "Ursulaschreins" die Legende der Heiligen verfolgen, die zirka 451 als eine von 11 000 Jungfrauen den Hunnen zum Opfer gefallen sein soll. Das mindestens ebenso wichtige Altarwerk des "flämischen Primitiven" zeigt die "mystische Vermählung" einer Heiligen. Wie ist ihr Name?

5. Einprozentiges

Seit in den Niederlanden die "Ein-Prozent-Regel" Gesetz ist, muss - mindestens - ein Prozent der Bausumme an öffentlichen Gebäuden für "Kunst am Bau" verplant und ausgegeben werden. Das war nicht immer so: der 1566 im flandrischen Kloster Sint-Laurentius (bei Steenvorde) durch die Calvinisten begonnene "Bildersturm" mit der Zerstörung von Gemälden und Bildhauerkunst in katholischen Klöstern und Kirchen hielt lange Zeit an. Noch im Jahre 1867 gab es Proteste gegen ein Standbild im größten und bekanntesten Park von Amsterdam. Wie heißt der Mann, dem der Architekt Petrus Cuypers mit seinem steinernen Abbild (und vier Schutzengeln im Sockel) ein bleibendes Denkmal gesetzt hat? Der in Köln geborene Dichter und Dramatiker hat einige der schönsten lyrischen Passagen in holländischer Sprache verfasst, nahm aber auch - als überzeugter Humanist - intensiv am politischen und kulturellen Leben teil und rebellierte gegen den strengen Calvinismus seiner Zeit.

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