Zeitung Heute : Rätseln und Reisen: Bei den glücklichen Kühen in Vorarlberg

"Rätseln Reisen" ist eine Kooperation

Noch einmal ist ein einwöchiger Urlaub im Großen Walsertal zu gewinnen. Der ehemalige Bürgermeister von Fontanella-Faschina lädt zu einer Wellness- und Ski-Woche in seinen Walserhof (A-6733 Faschina, Telefon 00 43 / 55 10 / 217, www.walserhof.at ) ein, inklusive Fünf-Tage-Ski-Kurs , sieben Übernachtungen mit Halbpension und Benutzung aller Wellness-Einrichtungen.

In den letzten Tagen war der österreichische Vorarlberg Thema im "Reisefieber" bei Radio Multikulti. An der Auslosung nehmen alle Einsendungen mit fünf richtigen Antworten teil:

1. Heiliges

Der Vorarlberger Landespatron Gebhard, seit dem 18. Jahrhundert auch Patron der Diözese Feldkirch, besuchte zwischen 970 und 975 die Konstanzer Domschule. Einem Lehrer, dem damaligen Bischof, soll bei einer Messe eine giftige Spinne in den offenen Kelch gefallen sein, als der Wein sich bereits in das Blut Christi verwandelt hatte; der fromme Mann trank ihn aus Ehrfurcht mitsamt der Spinne und entschuldigte sich dann bei seinen Gästen: Er müsse noch schnell einen Gast entlassen. Dann öffnete er ein Fenster und "entließ" das Tier nach draußen. Wie heißt dieser Heilige, dessen Tag der 26. November ist und der meist mit einem Kelch dargestellt wird, auf dem eine Spinne sitzt? Nach seinem Tod im Jahre 975 (und nachdem der Nachfolger Gaminolf vier Jahre später ebenfalls verstorben war) wurde Gebhard (er gilt als Fürbitter gegen Halsleiden und für eine glückliche Entbindung) von Kaiser Otto II. zum Bischof von Konstanz ernannt.

2. Kulinarisches

Goldhafer, Alpenvispergras, Bergwegerich, Fuchsschwanz, Löwenzahn, Rotklee und Silbermantel - das sind die Zutaten, die eine Kuh in den Höhenlagen des Vorarlberg zur "glücklichen Kuh" und damit zur Milchlieferantin für eine ganz besondere Spezialität des Walsertals macht. Im Vergleich zu Käsesorten aus tiefer gelegenen Sennereien ist Bergkäse aus höheren Lagen geschmack- und gehaltvoller. Ausschließlich aus Rohmilch hergestellt, beste Verarbeitung und lange Reifezeiten zeichnet die Käse-Spezialität aus, die in der örtlichen Gastronomie angeboten wird. Wie heißt dieser Bergkäse, der im Käsekeller mindestens acht Monate lang heranreifen kann und dabei täglich von Hand gepflegt wird, damit die Laibe ihren unverwechselbaren aromatisch-würzig-herben Geschmack entwickeln können?

3. Falsches (Zitate-Rätsel)

Welches der folgenden drei Zitate stammt nicht von Ernest Hemingway, der 1925/26 zwei Winter im Montafon verbrachte, und dasauch nicht das Vorarlberger Land beschreibt?

a) "Wer es einige Tage ohne Dusche, kaltes Bier und elektrischen Strom aushalten kann, dem wird sich ein faszinierendes Land erschließen, das zu besuchen sich natürlich der grandiosen Landschaften wegen lohnt, ja, und auch der Flora und Fauna, aber erst recht der Menschen wegen. Taranga - willkommen!" (über den herzlichen Empfang der Menschen am Vorarlberg)

b) "Die Zimmer waren groß und behaglich, mit großen Öfen, großen Fenstern und großen Betten und guten Wolldecken und Federbetten ... Am Weihnachtstag war der Schnee so weiß, dass es den Augen weh tat, wenn man aus der Weinstube hinausblickte und die Leute aus der Kirche kommen sah." (über die "Taube" in Schruns)

c) "Es war ein sehr schönes altes Gasthaus, und das Holz an den Wänden in dem Raum, in dem wir aßen und tranken, war durch jahrelanges Polieren seidig ... Der Gendarmeriehauptmann hob den Finger ans Ohr, wenn er die beiden Gendarmen hörte, wenn sie auf ihrer Runde vor der Tür stehen blieben - und wir waren still, bis sie weitergingen." (über das verbotene Pokerspiel)

4. Faszinierendes

Verschiedene Themen-Wanderwege werden in Vorarlberg angeboten: von ehemaligen Säumerwegen über ein "Aquareale", einen in der Natur angelegten Wasser-Themenpark, bis hin zum "Naturschauspiel Quelltuff" in Lingenau (Bregenzerwald): dieser Lehrpfad erschließt einerseits das größte Tuffgebiet Vorarlbergs und lässt sich gleichzeitig mit einem gut beschilderten "Rundweg auf den Spuren von Alois Negrelli" verbinden, der von 1825 bis 1832 in Bregenz war und sich um den Ausbau von Straßen und Brücken bemüht hatte. Sein eigentliches Werk, das ihn eigentlich hättte weltberühmt machen müssen, wird inzwischen - fälschlicherweise - allein dem Franzosen Ferdinand de Lesseps zugeschrieben, der sich nach Negrellis Tod am 1. Oktober 1858 bei seiner Witwe die Pläne des Österreichers besorgte, sie in die Tat umsetzte und den eigentlichen Planer einfach verschwieg. Worum ging es dabei?

5. Exzentrisches

"Wir schliefen eng beieinander in dem großen Bett - unter dem Federbett bei offnem Fenster, und die Sterne waren nah und sehr hell" - mit wem Ernest Hemingway das Lager im Vorarlberger Örtchen Schruns teilte, ist nicht überliefert; wohl aber, dass er neben seiner (ersten) Ehefrau Hadley Richardson ein Verhältnis mit einer jungen Journalistin hatte, die er in Paris als "Vogue"-Korrespondentin kennen- und beim Ski fahren liebengelernt hatte. Sie stammte wie Hadley aus St. Louis, war katholisch und arbeitete auch für den "Cleveland Star", den "Daily Telegraph" und die "Vanity Fair". Wie hieß diese spätere zweite Ehefrau von Hemingway, die 1926 im "Rössle" ihr seidenes Nachthemd liegenließ? Der Ehe entstammen zwei Kinder: Patrick und Gregory; ihre Mutter starb 1951. In Erinnerung an die damalige Dreier-Liaison im Montafon, die Günther J. Wolf in seinem Buch "Paradies ohne Wiederkehr" dokumentierte, werden inzwischen "Käsknöpflepartien im Madlener Haus" und "Hemingway-Programme" angeboten.

Die Lösungen bitte bis Dienstag (Poststempel 21. August 2001) auf einer Postkarte an: Der Tagesspiegel, Reiseredaktion, 10876 Berlin. Wie immer gilt: der Umtausch, die Übertragung oder die Barabgeltung des Preises sind ebenso wie der Rechtsweg ausgeschlossen; der Reisetermin soll mit dem Sponsor abgesprochen werden. Den in der vergangenen Woche vom Hotel Post in Fontanella ausgelobten einwöchigen Aufenthalt hat Carola Fietz in 12526 Berlin gewonnen. Weitere Informationen zu Ihrem Preis erhalten Sie beim Reise & Ticket Service in der Berliner Straße 118, Telefon: 82 70 52 25. Die richtigen Lösungen: 1. St. Gerold, 2. Montfort, 3. Zitat c) über Damaskus/Syrien, 4. Fledermäuse, 5. für 1000 Schilling (= 72,67 Euro).

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