Zeitung Heute : Rätseln und Reisen: Rund um Island

U. H.

Etwas Extremes gibt es in dieser Woche zu gewinnen: eine Mountainbike-Tour durch Island für zwei gut trainierte Fahrradfahrer. Es ist eine weitgehend selbst zu organisierende Tour, die Gewinner entscheiden, ob sie im Zelt oder lieber im Hotel übernachten wollen. Icelandair (Telefonnummer: 069 / 29 99 78, Internet: www.icelandair.de ) bringt die Biker und ihre Räder zum Flughafen Keflavik. Die Busgesellschaft Destination Iceland (im Internet unter: www.dice.is ) stellt in Zusammenarbeit mit dem Isländischen Fremdenverkehrsamt in Neu-Isenburg jeweils ein Busticket zur Verfügung, mit dem man ein Mal um die Insel fahren kann. Fahrrad Berger am U-Bahnhof Rudow (Telefonnummer: 030 / 663 50 93, im Internet unter: www.berger-bikes.de ), der heute die Eröffnung seiner neuen Ausstellungsräume feiert, wird vor der Reise die Räder der Gewinner "islandtauglich" machen. Als Abflugtermin von Berlin-Tegel steht der 8. Juni 2002 zur Verfügung. An diesem Tag nimmt Icelandair die Nonstop-Flüge von Berlin nach Island auf. Der Rückflug erfolgt zwei Wochen später. Um Island ging es in dieser Woche täglich im "Reisefieber" um 9 Uhr 45 in der Sendung "Meridian 13" auf RadioMultikulti. Mehr Informationen zur Reise sowie Tipps zum Quiz erfährt man heute auch zwischen 13 und 15 Uhr in der Sendung "Reisefieber-kompakt" auf 106,8 MHz, die in Reykjavik produziert wird.

1. Nasses und Kaltes

Islandradfahrer zieht es meist ins Hochland. Das Kribbeln im Bauch beginnt, wenn man die Hochlandpiste erreicht und ein Warnschild vor den unüberbrückten Flüssen warnt. Bevor man in die Steinwüsten fährt, sollte man wissen, wie und wann man am besten furtet. Wir hätten gern gewusst, ob man einen Gletscherfluss besser morgens oder abends furtet und wie man idealerweise zu Fuß oder mit dem Rad durch einen Fluss watet. Sollte man beim Passieren des Flusses lieber den Blick stromaufwärts richten oder in Strömungsrichtung?

2. Nasses und Heißes

In Landmannlaugar im südlichen Hochland von Island kann man am Fuße schneebedeckter Berge und schwarzer Lavafelder in einem heißen Fluss baden. Schwefel- und Wasserdampf entweicht aus der Erde, färbt Berge gelbgrün. Landmannalaugar war schon früher beliebter Rastplatz der Schafhirten. Aus dieser Zeit stammt auch der Name. Was bedeutet Landmannalaugar?

3. Naturgewaltiges

Straßenbauer in Island sind nicht zu beneiden. Die Kräfte der Natur sind überall spürbar, viele Flüsse können nicht überbrückt werden, da die Bauwerke bei der nächsten Schneeschmelze weitgehend weggeschwemmt werden würden. Aus diesem Grund ist ein Großteil der Hochlandstraßen nur mit einem allradangetriebenen, möglichst hochachsigen Fahrzeug oder eben mit dem Mountainbike befahrbar. Diese vielerorts sehr holperigen, einspurigen Wege erkennt man an der speziellen Nummerierung. Jede Hochlandpiste trägt einen Buchstaben. Welchen Buchstaben suchen wir?

4. Szeniges

Reykjaviks Nachtleben ist mittlerweile über die Grenze Islands hinaus bekannt. Vor einigen Jahren wurde die Sperrstunde aufgehoben, weil stets gegen drei Uhr morgens die Taxis knapp wurden und so manch einer - oder meistens eine - leicht bekleidet durch die kalte Nacht nach Hause gehen musste. Die Hot Spots in der Stadt sind leicht zu finden: Das Zentrum ist überschaubar, und wenn man weiß, wie die Haupteinkaufsstraße Reykjaviks heißt, ist man auch schon mitten im Trubel. Viele Cafés verwandeln sich abends in Bars. In der kleinen Einbahnstraße, auf die eigentlich zwei verschiedene Namen zutreffen, sind Hunde verboten. Obwohl es ihnen dort sehr gut gehen würde, denn die unterirdischen Heißwasserrohre wirken wie eine Fußbodenheizung. Wie heißt das kurze Stück dieser Straße, in der sich auch die zentrale Touristeninformation befindet?

5. Was ist falsch?

Wer demnächst nach Island fährt, sollte sich nicht wundern, wenn er keine Zigarettenschachteln in den Läden sieht. Zwar wird Reykjavik oft als rauchfreie Stadt bezeichnet, allerdings bezieht sich dies auf die zum Heizen benutzte Erdwärme, die Schornsteine überflüssig macht. Und nicht auf den Zigarettenrauch. Jedenfalls ist in Island im vergangenen Jahr ein Gesetz in Kraft getreten, das vorschreibt, dass Tabakprodukte in Geschäften nicht mehr ausgestellt werden dürfen. Verkauft werden darf natürlich weiterhin, aber nur unter der Ladentheke. Zigaretten als Bückware. In Island gibt es auch eine staatliche Elfenbeauftragte, die nach Heimstätten von Elfen und Trollen forscht. Einige Straßen wurden deshalb um Elfen-Felsen geführt. Die Elfen mögen keine Störungen. Es gibt auch zwei Elfenfeiertage, an denen der inländische Flugverkehr eingestellt wird. Dies ist der erste und letzte Tag des Jahres, an dem es in Reykjavik nicht dunkel wird. Weiterhin verboten ist in Island die Prostitution, weshalb der Markt im Hinterzimmer blüht. Der Stadtrat von Reykjavik ist dagegen und hat deshalb beschlossen, auch sogenannte Lap-Dances und private Stripshows in Erotik-Clubs der Stadt zu verbieten. Außerdem soll die Entfernung zwischen den leicht bis gar nicht bekleideten Tänzern und den Gästen in solchen Etablissements gesetzlich geregelt werden. Eine gute Idee kam dem Bürgermeister von Husavik. Die Hafenstadt weiß nicht wohin mit ihrem Fischabfall. So schlug der Bürgermeister vor, Alligatoren zu importieren. Wie zu lesen war, sollen es für den Anfang zehn bis 20 Tiere sein. Damit könne man auf natürliche Weise den Abfall der Fischindustrie beseitigen, heißt es. "An Futter würde es den Tieren nicht fehlen, und auch die frostigen Temperaturen könnten ihnen nichts anhaben, da durch die heißen Quellen immer angenehme Wassertemperaturen vorherrschen würden", schrieb im vergangenen Jahr die "Ärzte-Zeitung". Oder nicht? Was haben wir uns ausgedacht?

An der Auslosung des Reisepreises nehmen alle Einsendungen mit den fünf richtigen Antworten teil. Es gilt: Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, wie auch die Barabgeltung oder die Übertragung des Gewinns, der Gewinner muss mindestens 18 Jahre alt sein. Die Antworten bitte ausschließlich auf einer Postkarte an: Der Tagesspiegel, Reiseredaktion, 10876 Berlin. Der Einsendeschluss ist Dienstag, der 16. April 2002 (Poststempel gilt). Die Gewinnerin der vergangene Woche von Radurlaub in Brandenburg gesponserten Reise ist Elke Morneweg in 10623 Berlin.

Die Antworten: 1. Fischadler, 2. Kartoffel, 3. Johannes R. Becher, 4. 1,65 Meter lang, 21 Kilogramm schwer, 5. Es gibt keinen "Verein der Meeresfreunde Brandenburgs", der zwischen Prieros und Lübben die ebenso wenig existierende baltische Nordlandmangrove kultivieren möchte.

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