Zeitung Heute : Rätseln und Reisen

U. H.

Ein einwöchiger Urlaub in einem schwimmenden Ferienhaus ist in dieser Woche in unserem Rätsel als Preis ausgesetzt. Im Yachthafen von Lauterbach auf Rügen ankern diese besonderen Unterkünfte, bei denen es sich nicht etwa um umgebaute Hausboote handelt, sondern um regelrechte Ferienhäuser, komplett mit Küche, Sat-TV, elektrischem Herd, Dusche und WC. Jedes Haus verfügt gar über einen eigenen Bootsanlegeplatz. Von der Veranda aus kann man angeln oder an der eigenen Badeleiter in den Rügischen Bodden steigen. Betrieben wird die Wohnanlage von Till Jaich, der auch die Idee dazu entwickelte. Unser Preis gilt für eine Woche in den Monaten September und Oktober dieses Jahres. Wenn die Gewinner per Bahn anreisen möchten, so ist der Reisepreis für zwei Personen gültig. Bei einer Anreise mit dem eigenen Pkw können bis zu vier Personen teilnehmen. Zudem wird von Till Jaich ein eintägiger Segeltörn (ab Terrasse) vor Rügen organisiert. Gesponsert wird die Reise von der "Wasserferienwelt für die ganze Familie" in Lauterbach, Till Jaich und seinem Unternehmen "Im Jaich Marina Lauterbach", am Yachthafen, 1851 Putbus-Lauterbach (Telefonnummer: 03 83 01 / 80 90, im Internet unter: www.im-jaich.im-web.de, E-Mail-Adresse: im-jaich@t-online.de). Um Rügen ging es auch in der vergangenen Woche täglich im "Reisefieber" um 9 Uhr 45 in der Sendung "Meridian 13" auf Radio Multikulti. Die schnellsten Anrufer können mit der richtigen Antwort auf die Tagesfrage einen Reiseführer nach Wahl gewinnen. Mehr Informationen zur Reise sowie Tipps zum Quiz gibt es auch heute zwischen 13 und 15 Uhr im "Reisefieber-kompakt" auf 106,8 MHz.

1. Urwüchsiges

Vor der Küste Lauterbachs, ganz in der Nähe der schwimmenden Ferienhäuser im Rügischen Bodden liegt die Insel Vilm. Auf der Insel hat auch einst Erich Honecker seine Ferien verbracht. Heute ist sie wieder Naturschutzgebiet. Nur ein Mal täglich können 30 Personen die Insel besuchen. Der Vilmer Urwald wird seit 1527 nicht mehr bewirtschaftet. Einige Bäume sind deshalb älter als 700 Jahre. Seit 1990 gehört Vilm zum Biosphärenreservat Südost-Rügen. Für den Ursprung des Namens existieren zwei Theorien. Die eine lautet: Vilm leitet sich entweder von Vilime ab, was soviel bedeutet wie Holm mit altem Holzbestande. Die andere Theorie vermutet, dass Vilm auf einen slawischen Begriff für einen Baum zurück geht. Welcher Baum ist damit gemeint?

2. Fürstliches

Ganz in der Nähe von Lauterbach liegt Putbus. Zentraler Platz von Putbus ist der kreisrunde Circus, auf dem alle Durchgangsstraßen zusammenlaufen. Der runde Platz wird eingerahmt von hochherrschaftlichen klassizistischen weißen Villen. Nach dem Willen des Fürsten sollte es eigentlich ein mondänes Seebad werden. Dem Ursprung des Namens der Stadt haftet wenig Fürstliches an. Die Bezeichnung stammt aus dem Slawischen, was bedeutet Putbus?

3. Rasendes

Der "Rasende Roland" zuckelt seit mehr als 100 Jahren durch die Landschaft von Mönchsgut und Granitz. Die Kleinbahn hatte im Laufe der Jahre einige Schwierigkeiten zu überstehen. 1975 sollte sie sogar eingestellt werden. Der Modelleisenbahnverband der DDR setzte sich allerdings energisch für den Erhalt der Bahn ein. Seit 1996 wird die Bahnlinie von der Rügenschen Kleinbahn betrieben und ihr Erhalt ist gesichert. Auf welcher Spurweite fährt der "Rasende Roland"?

4. Maritimes

Manches heißt in Rügen anders. Viele Ortsnamen und geografische Bezeichnungen erinnern an die slawischen Ureinwohner sowie skandinavischen Eroberer. Beispielsweise der Bodden. Lauterbach liegt am Rügischen Bodden. Die Gewinner werden also ihre Beine in einer breiten, seichten, oft weit in das Land hineinragenden Bucht baumeln lassen können. Für den Bodden typisch ist auch das Brackwasser. Oft wird man in Rügen auf die Wortendung Wiek treffen. Wiek nennt man flache Buchten. Doch was bedeutet das Wort "Oi"?

5. Was ist falsch?

Nicht nur auf Rügen findet man schwimmende Häuser. In den Niederlanden sind bereits mehrere Wasserhäuser fertig gestellt worden. Sie liegen am Ijmeer bei Amsterdam. Ein ganzes Wohnviertel von rund 100 Häusern soll am Ijmeer bei Amsterdam entstehen, die durch schwimmende Stege verbunden werden. Bis Ende 2003 soll es bereits fünf Wasserviertel geben mit Restaurants, Hotels und Geschäften. In Japan plant man eine ganze schwimmende Stadt. Vor der Küste soll X-Seed 4000 entstehen. Getragen von einer 600 Meter dicken Stahlkonstruktion soll X-Seed 4000 später 4000 Meter in den Himmel ragen. Über eine halbe Million Menschen werden nach den Vorstellungen der Entwickler in der Ocean-City leben. Kleinere Pläne verfolgt man in Süd-Chile. Nahe dem kleinen Pfahldorf Tortel, im Urwald von Patagonien, entsteht derzeit in einem Fjordseitenarm des Kanal Baker ein auf Bambusflößen schwimmendes Dorf. Das Dorf ist nur per Boot zu erreichen. Am Rande des Nationalparks Laguna San Rafael gelegen, unweit der Therme Caliente de San Rafael sollen sich - mit Blick auf einen Gletscher - zahlungskräftige Touristen erholen. Auch in der Bucht von Trujillo in der Bucht von Honduras entsteht derzeit eine schwimmende Stadt. "Freedom", so der Name des Schiffs, hat jedoch deutlich andere Ausmaße als das chilenische Projekt. Die Freedom wird 1,3 Kilometer lang, mehr als 200 Meter breit und höher als 100 Meter sein. An Bord sollen den Plänen zufolge Krankenhäuser, Hotels, Läden, Restaurants und sogar eine Landebahn für Flugzeuge entstehen. Mehr als 50 000 Menschen soll das Schiff beherbergen, die dort arbeiten und wohnen und ständig dem Äquator folgend über die Weltmeere fahren werden. Welches Projekt gibt es nicht?

An der Auslosung des Reisepreises nehmen alle Einsendungen mit den fünf richtigen Antworten teil. Wie immer gilt: Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, wie auch die Barabgeltung oder die Übertragung des Gewinns. Die Teilnehmer am Gewinnspiel müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Die Antworten bitte ausschließlich auf einer Postkarte (möglichst mit Angabe der Telefonnummer) an: Der Tagesspiegel, Reiseredaktion, 10876 Berlin. Der Einsendeschluss ist Dienstag, der 28. Mai 2002 (Poststempel gilt). Die in der vergangenen Woche von Scandlines (Telefon: 018 05 / 72 26 35 46 37, im Internet unter www.scandlines.de ) und Scantrips (Telefon: 018 05 / 34 34 47, E-Mail-Adresse: scandtrips@scandlines.de ) gesponserte Wochenendreise zum Karneval in Kopenhagen hat Steffi Mallinger in 10829 Berlin gewonnen. Die Antworten: 1. Sambadrome, 2. Ellen Price, 3. Bornholm, 4. Kurashiki (Japan), 5. Fahrradmuseum.

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