Rahms Wegbegleiter : Von Chicago nach Washington

DER MENTOR



Richard M. Daley

. Rahm Emanuel hat sein politisches Handwerk im Dunstkreis der berüchtigten „Chicago Machine“ gelernt. Der Ausdruck steht für die Dominanz der Demokratischen Partei in Illinois, die unter anderem auf Ämterpatronage und strenge Parteidisziplin zurückzuführen ist. 1989 organisierte Emanuel eine Spendenkampagne für Richard M. Daley, der seitdem Bürgermeister von Chicago ist. Daley empfahl ihn später an Bill Clinton weiter, für dessen Kampagne er ebenfalls zum wertvollen Spendensammler wurde.

DER FREUND

David Axelrod. Auch Barack Obamas Chefberater Daniel Axelrod kommt aus Chicago. Der 53 Jahre alte ehemalige Journalist gilt als strategischer Kopf hinter Obamas furioser Wahlkampagne. Mit Emanuel ist er schon lange befreundet. Die Beziehung ist so eng, dass Axelrod bei Emanuels Hochzeit die „Ketuba“ unterschrieben hat, den jüdischen Ehevertrag.

DER VEREHRER

Bill Clinton. „Clinton verehrte Rahm“, heißt es unter ehemaligen Mitarbeitern des früheren Präsidenten. Rahm Emanuel arbeitete fast während der gesamten Amtszeit Clintons im Weißen Haus. Auch später, als Kongressabgeordneter, sprach er mindestens einmal im Monat mit dem Ex-Präsidenten über politische Fragen. Allerdings heißt es auch, dass Hillary Clinton 1993 auf den Rausschmiss Emanuels gedrängt habe, weil ihr dessen Umgangston missfiel.

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