Zeitung Heute : Ratlos in den Rathäusern

Der Tagesspiegel

Gestern haben wir beschrieben, wo Friedrichshain/Kreuzberg, Neukölln, Lichtenberg, Schöneberg-Tempelhof, Treptow-Köpenick und Marzahn-Hellersdorf zusätzlich sparen müssen. Heute geht es um die restlichen sechs Bezirke.

Wie berichtet, überweist das Land den Bedrliner Bezirken allein in diesem Jahr rund 178 Millionen Euro weniger als 2001: Bei Sozialhilfe und anderen Trensferleistungen müssen müssen 130 Millionen Euro, bei öffentlichen Investitionen 30 Millionen Euro und bei den Verwaltungsausgaben 18 Millionen Euro gespart werden. Und im kommenden Jahr werden den gebeutelten Bezirken weitere 138 Millionen Euro gestrichen.

Im Bereich des Personals zogen die Bezirksbürgermeister zu Anfang dieser Woche allerdings die Notbremse. Zumindest ihre Auszubildenden wollen sie nicht einfach vor die Türe setzen, was angesichts der gleichfalls geforderten Stelleneinsparungen unumgänglich erscheint. Denn frei werdende Posten in den öffentlichen Verwaltungen sollen nicht mehr besetzt werden – auch nicht mit Azubis.

Doch die jungen Leute sollen zumindest die Möglichkeit bekommen, sich in Ruhe eine erste Stelle außerhalb der öffentlichen Verwaltung zu suchen. Das beschloss der Rat der Bezirksbürgermeister. Und dies bedeutet: Man will Auszubildende mit gutem Abschluss wenigstens ein halbes oder ein ganzes Jahr weiterbeschäftigen. Finanziert werden soll das aus unverbrauchten Stellen für die Ausbildung. Tsp

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