RAUM patrouille : Keine Panik!

Christian Tretbar gibt dem DJ eine Chance

Christian Tretbar

Das beste ist, man tröstet sich mit großen Namen. Sven Väth zum Beispiel. Heute so etwas wie der Grand Seigneur der deutschen DJ-Szene, startete er seine Karriere auch nicht im angesagtesten Club der Stadt, sondern in der elterlichen Dorfdisko bei Frankfurt am Main. Der Stamm-DJ fiel aus, und da musste Klein-Sven ran. Er machte seinen Job recht gut, damals anno 1982. Die Berliner Nachwuchs-DJs haben es einfacher. Sie müssen nicht erst in die brandenburgische DJ-Diaspora, um ihr Können zu beweisen. Es reicht Wedding. Genauer gesagt der Fate Club. Dort wird am Samstag wieder bei der DJ-Newcomer-Night aus sechs Bewerbern der talentierteste Schallplattenunterhalter gesucht. Bewerbungen müssen an newcomer@fateclub.de gerichtet werden. Die Technik hat sich seit Väths Anfängen etwas verändert. Auch auf den Plattenspielern hat das digitale Zeitalter Einzug gehalten. Aber eines ist immer noch gleich: Über die Qualität eines DJs entscheidet das Publikum, nicht die Technik. Und es wird sich schon keiner den Smith-Klassiker „Panic“ wünschen. Einen Techno- Remix gibt es davon ohnehin nicht. Oder doch?

„DJ-Newcomer-Night“ im Fate Club, im S-Bahnhof Humboldthain, Sa 23.3., 24 Uhr, 8 €

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