RAUM patrouille : Kopf aus, Body an

Jan Oberländer empfiehlt: erst gucken, dann zucken

Jan Oberländer

Der Theaterschauspieler Lars Eidinger versteht zu rocken. Als „Hamlet“ etwa gibt er auf der Bühne alles. Dreck fressen, Breakdancen, Deichkind-Songtexte grölen: „Impulsive Menschen kennen keine Grenzen, schmeiß die Möbel aus dem Fenster, wir brauchen Platz zum Dancen!“

Als DJ macht er genau an diesem Punkt weiter. Im lauschigen, lichtlaufschlauchdekorierten Studio seines Heimathauses, der Schaubühne am Lehniner Platz, legt Eidinger regelmäßig Platten auf. Autistic Disco heißt die Partyreihe, die mit dem von Ellen Allien geborgten Motto „Kopf aus, Body an“ ziemlich treffend beschrieben ist. Etwa einmal im Monat kann man hier seinen im Theatersessel angestauten Bewegungsdrang loswerden. Am Samstag werden Eidinger und sein bewährter Kompagnon, der Autor David Gieselmann alias DJ Hatari, wieder hundert HipHop-, Indie- und Electro-Kracher zünden. Die beiden werden dabei keine Angst vor großen Hits haben. Sie werden das Publikum zum Zucken bringen. Und am Ende werden sie, unautistisch wie sie sind, einfach mittanzen.

Studio der Schaubühne, Kurfürstendamm 153, Charlottenburg, Sa 18.10., ab 23 Uhr, 5 €, erm. 3 €, mit Theaterkarte frei

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