RAUM patrouille : Krampf der Kulturen

Sebastian Leber lästert nur in Gesellschaft

Sebastian Leber

Am Sonnabend ist Grand Prix, also Eurovision Song Contest, und erfahrene Zuschauer wissen: Den guckt man sich besser in großer Runde an, weil das gemeinsame Ärgern und Lästern über misslungene Singversuche seinen Reiz hat. Idealerweise trifft man sich mit echten Grand-Prix-Experten, die während der langatmigen Show mit erstaunlichem Wissen amüsieren. Und zum Beispiel sagen können, welche Startnummer rein statistisch die größten Siegchancen hat (die 17), was auf der Bühne alles verboten ist (Tiere, Coversongs, politische Botschaften) oder dass 24 der bisherigen Siegertitel von Liebe handelten, aber nur fünf von Trennung. Solche Experten sind die Betreiber der Barbie-Bar in Kreuzberg. Am Sonnabend laden sie zum Gruppengucken mit Großbildleinwand, und um ihrem Experten-Status gerecht zu werden, haben sie vorab alle Beiträge gesehen. Die Starter aus Bosnien nennen sie „Bauernjungs auf Drogen“, den Beitrag aus Estland „Klamauk-Musik mit sinnentleerten Texten“. Über die deutschen No Angels haben sie bis jetzt nichts Fieses gesagt. Das kommt am Sonnabend.

Sa. 24.5., ab 20 Uhr, „Grand-Prix-Party“ in der

Barbie-Bar, Mehringdamm 77, Kreuzberg, Eintritt frei

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