Zeitung Heute : Razzia in landeseigenem Unternehmen

Berlin - Wegen des Verdachts der Untreue hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag die Büros der landeseigenen Berliner Immobilien GmbH (BIH) durchsucht. Es bestehe der Verdacht, dass 2004 auf vertraglich abgesicherte Mieteinnahmen verzichtet worden sei, „ohne dass dafür ein Rechtsgrund besteht“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Beschuldigt werden der BIH-Chef Peter Hohlbein und ehemalige Geschäftsführer einer Gesellschaft, die die Finanzrisiken aus den Bankgesellschaftsfonds verwaltet, für die das Land Berlin geradestehen muss. In der Sache geht es um einen Vergleich mit einem Möbelhaus in Neu-Ulm, mit dem zulasten Berlins auf Mietforderungen in zweistelliger Millionenhöhe verzichtet wurde. Anlass der Ermittlungen ist ein Bericht des Landesrechnungshofs, dessen Kritik von Ex-Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) 2008 brüsk zurückgewiesen worden war. za

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