Zeitung Heute : REBELLINNENFILM

Torpedo

Martin Schwarz

Achtung: Hype! Da feiert ein 40- minütiger Film einer 16-Jährigen Premiere bei den Hofer Filmtagen, und die Szene kommt aus dem Schwärmen nicht mehr raus. Das ganz große Meisterwerk ist „Torpedo“ von Helene Hegemann nun wirklich nicht, dennoch strotzt der Film vor inszenatorischen Einfällen. Hegemann erzählt von der etwa gleichaltrigen Mia, die nach dem Tod der Mutter zu ihrer Tante Clea und deren Sohn Fritzi zieht – und damit taucht sie ein in das depressive Dasein der Berliner Theaterszene – Clea ist Schauspielerin. Dies ist nun der Rahmen für Hegemann, diverse Assoziationen in Mias Welt virtuos und sehr rau in Szene zu setzen. Mit dabei: Alice Dwyer als Mia und die Theaterstars Jule Böwe, Matthias Matschke und Caroline Peters. Im Rahmenprogramm werden von Helene Hegemann ausgesuchte Kurzfilme laufen. Erfrischend. Martin Schwarz

„Torpedo“, D 2008, 40 min., R: Helene Hegemann, D: Alice Dwyer, Jule Böwe

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