Zeitung Heute : RECHTSTIPPS

Vor der Babypause

Zwischenzeugnis geben lassen

Werdende Mütter und Väter lassen sich vor einer Elternzeit am besten ein Zwischenzeugnis ausstellen. Das rät die Zeitschrift „Eltern“ (Ausgabe 11/2009). Ansonsten kann es passieren, dass der Vorgesetzte nach der Babypause nicht mehr im Betrieb ist und Betroffene es schwer haben, im Nachhinein ein angemessenes Arbeitszeugnis zu bekommen. Angesichts der Wirtschaftskrise könne es sich auch lohnen, die vollen drei Jahre Elternzeit zu nehmen, so „Eltern“ weiter. Denn in dieser Zeit ist Müttern oder Vätern der Arbeitsplatz sicher, zugleich können sie bis zu 30 Stunden pro Woche weiterarbeiten. dpa

Bei der Regelung des Nachlasses Erbengemeinschaft vermeiden

Bei der Regelung des Nachlasses ist es ratsam, das Entstehen einer Erbengemeinschaft zu vermeiden. Darauf weist das Deutsche Forum für Erbrecht in München hin. Eine Erbengemeinschaft berge menschlich und juristisch ein hohes Konfliktpotenzial, warnen die Fachanwälte. Jeder Erbe habe ein volles Mitspracherecht, könne mit seiner Stimme die Nachlassaufteilung blockieren oder andere Mitglieder schikanieren. Juristisch gesehen gehört in einer Erbengemeinschaft jedem alles, erläutern die Experten. So könne es unter Umständen selbst dazu kommen, dass ein Sohn seine Mutter aus der Familienimmobilie treibt, um sich sein Erbe auszahlen zu lassen. Wer sein Erbe per Vermächtnis oder notariellem Vertrag regelt, könne solche Folgen ausschließen. Broschüren – zum Beispiel zu Steuerfragen und zur Erbengemeinschaft – gibt es kostenlos als Pdf-Downloads unter www.erbrechtsforum.de dpa

Stopp für Streit: Radfahrer nicht gesetzlich versichert

Ein Radfahrer verliert seinen gesetzlichen Unfallversicherungsschutz, während er auf dem Arbeitsweg mit einem Autofahrer streitet. Das berichtet die „Neue Juristische Wochenschrift“ und weist auf ein Urteil des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen berichtet hin (Az. S 5 U 298/08). In dem Fall versperrte ein Radler einem Auto den Weg, um den Fahrer zur Rede zu stellen. Er fühlte sich von dem Wagen mehrfach geschnitten. Als Fahrer und Beifahrer ausstiegen, setzte sich der Pkw – offenbar versehentlich – in Bewegung und brach dem Radfahrer das Waden- und Schienbein. Er musste stationär im Krankenhaus behandelt werden. Nach Ansicht der Richter umfasst der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung für Wegeunfälle solche Unterbrechungen aber nicht. Der Kläger habe seinen versicherten Heimweg mehr als nur geringfügig unterbrochen und „eigenwirtschaftliche Interessen“ verfolgt.dpa

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