Zeitung Heute : Reise der Woche: Tipps für Mallorca

Geschichte: Die Verehrung des Heiligen Antonius geht ins Mittelalter zurück. Sie wurde vor allem vom Antoniterorden getragen, den ein französischer Adliger im Jahr 1095 gründete. Antoniter brachten den Kult anno 1229 nach Mallorca, wo der Heilige rasch Freunde fand. Besonders populär wurde er, nachdem seine Reliquien ins Abendland gelangt waren und Antonius Ende des 15. Jahrhunderts im französischen Arles die letzte Ruhe fand. Zentren der mallorquinischen Antoniusverehrung sind neben der Hauptstadt Palma vor allem Sa Pobla, Artá, Pollensa, Muro und Manacor.

Eigentlicher Festtag ist der 17. Januar, an dem kleine und große Umzüge auf dem Programm stehen. Gewöhnlich enden sie mit der Segnung der Tiere. Die Nacht zuvor brennen in den Straßen die so genannten Fuguerons - Freudenfeuer, um die sich die Einheimischen scharen. Dazu wird getrunken und gegessen. Spezialitäten sind die traditionellen "Espinagades". Eine besondere Note hat die Antoniusfeier in Pollensa, wo die Dorfjugend am 17. Januar eine haushohe Pinie fällt, den "Pino de San Anton". Sie wird zum Dorfplatz geschleppt, von Ästen befreit und eingeseift, so dass es schwierig ist, die an der Spitze befestigten Preise zu ergattern.

Festprogramme: in Sa Pobla finden am 16. Januar die bedeutendsten Feierlichkeiten statt: 15 Uhr Umzug des heiligen Antonius und der Teufel, 18 Uhr 30 Umzug der Riesen und des Feuervogels, anschließend Freudenfeuer überall in der Stadt, 21 Uhr Folklore und Tanz vor dem Rathaus; am 17. Januar: 15 Uhr 30 Tiersegnung mit anschließendem Umzug.

Artá, 16. Januar: von 9 Uhr an Straßentreiben der Teufel, 19 Uhr Vesper, anschließend Freudenfeuer; am 17. Januar: 9 Uhr 30 große Kavalkade mit Tiersegnung.

Muro, 16. Januar: 21 Uhr großes Freudenfeuer vor dem Rathaus anschließend Freiluftkonzerte, 17. Januar: 12 Uhr Hochamt, 15 Uhr 30 großer Umzug mit Tiersegnung.

Manacor, 16. Januar: 14 Uhr 30 Teufelstreiben, 19 Uhr feierliches Hochamt, 22 Uhr 30 Freudenfeuer, 17. Januar: 11 Uhr Tiersegnung.

Alle Zeitangaben sind als "ungefähr" einzustufen. Weitere Informationen enthalten die Tageszeitungen "Diario de Mallorca" und "El Mundo", die zum Fest ausführliche Beilagen produzieren. Über Unterkunftsmöglichkeiten informieren die örtlichen Verkehrsämter, deren Adressen das Spanische Fremdenverkehrsamt bereithält.

Auskunft: Spanisches Fremdenverkehrsamt, Kurfürstendamm 180, 10707 Berlin; Telefon: 030 / 882 65 43.

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