Zeitung Heute : Reiserätsel: Sechs-Tage-Tour zu zweit an den Gardasee

Die Lösungen bitte bis Dienstag (Poststempel

In dieser Woche ist eine Sechs-Tage-Busreise nach Oberitalien für zwei Personen zu gewinnen. Aus Anlass der "9. Spandauer Reisemesse" - noch am heutigen Sonntag von 10 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt in der Seeburger Straße 27 - lädt der Berliner Reiseveranstalter Wörlitz-Tourist (Rigaer Straße 29 A/D, in der Rathauspassage Friedrichshain) zu einer Tour an den Gardasee ein. Neben der Fahrt und fünf Hotelübernachtungen mit Halbpension sind auch Ausflüge nach Venedig und Verona sowie eine Reiseleitung im Preis inbegriffen; der Termin steht fest: Die Gewinner werden vom 14. bis zum 19. Oktober unterwegs sein. Weitere Informationen unter der Telefonnummer 030 / 42 21 95 10 oder im Internet unter www.woerlitztourist.de.

An der Auslosung kann sich beteiligen, wer die Fragen dieser Woche löst

1. Heiliges (Garda)

Die Rocca, ein 294 Meter hoher Felsen, der sich über Garda erhebt, nahm schon im 5. Jahrhundert der König der Ostgoten in Beschlag, der im prächtigen "Grabmal des Theoderich" in Ravenna beigesetzt wurde. Von seiner Burg sind heute allerdings nur noch Mauerreste zu sehen. Dort hauste im 10. Jahrhundert der skrupellose Langobarde Berengar II. "von Ivrea", der 950 König Lothar II. von Niederburgund und Italien hinterhältig ermorden und dessen Gattin zur Heirat mit seinem Sohn Adalbert zwingen wollte. Die Tochter König Rudolfs II. von Hochburgund konnte jedoch auf die andere Seite des Sees entkommen, wo sie Otto I. um Hilfe bat: Der vertrieb nicht nur Berengar, sondern unterwarf auf seinem ersten Italienzug ganz Oberitalien und vermählte sich mit der Geretteten. Wer war die Frau, die zu einer der herausragenden Frauengestalten des 10. Jahrhunderts und schon bald nach ihrem Tod als heilig verehrt wurde? Ihr Tag ist der 16. Dezember.

2. Behandeltes (Riva del Garda)

Im windgeschützten Riva del Garda mit seiner Altstadt wurden Denker und Literaten "von einer seltsamen Melancholie berührt": Hier hat sich Thomas Mann mit seiner Familie getroffen und Friedrich Nietzsche "pflegte im Hotel Sole am Hafen seine Eremitenträume". Gleich zwei Mal, 1909 und 1913, wurde hier ein junger Mann in einem Sanatorium behandelt, der in Prag Literatur aus Leidenschaft und Jura aus Rücksicht auf die Familie studiert hatte (zu einem Prozess oder gar einem Urteil kam es allerdings nur im übertragenen Sinne). Wie heißt der Mann, der 15 Jahre lang als Hilfskraft im Versicherungswesen tätig gewesen ist und sich gewünscht hatte, dass seine Manuskripte nach seinem Tod vernichtet werden sollten?

3. Falsches (Goethe-Zitate-Rätsel)

Welches der drei folgenden Zitate stammt nicht aus der Goethes "Italienischer Reise", in der er dem "Lacus Benacus" ein literarisches Denkmal gesetzt hat?

a) "Keine Worte drücken die Anmut dieser so reich bewohnten Gegend aus. Früh um zehn Uhr landete ich, lud mein Gepäck auf ein Maultier und mich auf ein anderes. Nun ging der Weg über einen Rücken, der das Tal von der Seevertiefung scheidet. Die Urwasser scheinen hier von beiden Seiten gegeneinander in ungeheuern Strömungen gewirkt und diesen kolossalen Kieseldamm aufgeführt zu haben."

b) "Und seltsam! Die demütige Frau, welcher er, solange sie lebte, nur eine sehr oberflächliche Beachtung gegönnt hatte, wurde von ihm jetzt so bitter vermisst, als ob sie der Mittelpunkt all seiner Interessen gewesen wäre. Das Gefühl des Verlassenseins ergriff ihn, das keinen Menschen mit solcher Trostlosigkeit überfällt wie den Egoisten, wenn die von ihm scheiden, deren Existenz er zu seinen Gunsten ausbeutete."

c) "Der Gegenwind, der mich gestern in den Hafen ... trieb, bereitete mir ein gefährliches Abenteuer, welches ich mit gutem Humor überstand und in der Erinnerung lustig finde. Wie ich mir vorgenommen hatte, ging ich morgens beizeiten in das alte Schloss, welches ohne Tor, ohne Verwahrung und Bewachung jedermann zugänglich ist. Im Schlosshofe setzte ich mich dem alten auf und in den Felsen gebauten Turm gegenüber; hier hatte ich zum Zeichnen ein sehr bequemes Plätzchen gefunden."

4. Geborenes (Verona)

Nicht nur wegen Shakespeares Geschichte von Romeo und Julia, deren Balkon in der Via Cappello tagtäglich von ungezählten Touristen bestaunt wird, ist die zwischen Mailand und Venedig gelegene Stadt einen Ausflug vom Lago di Garda aus wert. Aus dem 16. Jahrhundert stammt ein wahrer Meister der venezianischen Schule, der - weil in Verona geboren - bis heute Veronese genannt wird. Sein "Abendmahl" aus einer Serie von Bildern biblischer Feste, die er in die allzu üppige Lebenswelt der venezianischen Patrizier versetzte, brachte ihm eine Anklage der Inquisition ein: wegen "Profanierung des Themas". Unter welchem Namen wurde Paolo 1528 geboren und dort bei Antonio Badile ausgebildet? Das Bild (jetzt mit dem Titel "Das Gastmahl im Hause des Levi") ist in der Accademia von Venedig zu sehen.

5. Undurchschaubares (Venedig)

In der Lagunenstadt, die seit Jahrhunderten in sechs "Quartiere" aufgeteilt ist, findet sich der Nicht-Venezianer nur mit Mühe zurecht. Die Häuser der sechs Viertel San Marco, Castello, Santa Croce, Dorsoduro, San Polo und Cannareggio sind nämlich einfach fortlaufend numeriert, so dass die Zahlen der Hausnummern manchmal bis 5000 reichen. Wie werden die Quartiere mit den durch dieses System undurchschaubar gewordenen Adressen in Venedig genannt?

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