Zeitung Heute : Reiserätsel: Studienreise ins Heilige Land

"Rätseln Reisen" ist eine Kooperation

In dieser Woche ist bei unserem Reiserätsel eine einwöchige Studienreise ins Heilige Land zu gewinnen. Der Stuttgarter Spezial-Reiseveranstalter Biblische Reisen (Silberburgstraße 121, Telefon 07 11 / 61 92 50) begleitet zu verschiedenen Terminen Reisegruppen an Schauplätze des Alten und Neuen Testaments. Dabei sind Begegnungen mit Einheimischen ein wichtiger Teil dieser Reisen nach Israel und Palästina, wo Islam, Judentum und Christentum, Orient und Okzident aufeinander treffen; in einem Land faszinierender Gegensätze, in dem Jahrtausende alte Heiligtümer und moderne Architektur nebeneinander stehen. Motto: "Nur wer sich mit der biblischen Geschichte und den Menschen der verschiedenen Kulturen hier beschäftigt, wird dieses Land und seine gegenwärtige Situation verstehen". Die Studienreise (Infos auch im Internet unter www.biblische-reisen.de ) umfasst neben den Linienflügen und allen Transfers die Unterkunft mit Halbpension, eine fachkundige Reiseleitung und sämtliche Gebühren; neben Bethlehem, Tel Aviv und Jerusalem stehen auch Caesarea, Nazaret, Jericho oder die Gedenkstätte Yad Vaschem im Programm.

In den vergangenen Tagen hat sich SFB 4 Radio MultiKulti (im Internet unter www.multikulti.de) auf seiner UKW-Frequenz 106,8 MHz ausführlich mit den Stationen der Studienreise beschäftigt. Täglich gegen 9 Uhr 45 gibt es beim "Reisefieber" für schnelle Anrufer einen Reiseführer nach Wahl zu gewinnen, wenn die jeweilige Tagesfrage per Telefon richtig beantwortet wird. An der Auslosung kann sich beteiligen, wer die fünf Fragen dieser Woche löst.

1. Kaiserliches

Caesarea Palaestinae (Kaisareia epi te thalasse, die Kaiserstadt am Meer zu Ehren des römischen Kaisers Augustus) wies befestigte Hafenanlagen, ein ausgeklügeltes Aquäduktsystem und ein Amphitheater auf. Als römische Garnisonsstadt wurde sie zum offiziellen Sitz der römischen Statthalter von Judäa, darunter Pontius Pilatus, von dem eine Inschrift im Theater gefunden wurde (der Apostel Paulus hat hier den Cornelius als ersten Nichtjuden getauft). Vor fünf Jahren stießen Archäologen im heutigen Sedot Yam auf die Überreste eines antiken Tempels mit einem Grundriss von 30 x 40 Metern, den der Sohn des Antipater in Auftrag gegeben hatte. Unter seiner Herrschaft erlebte Judäa eine Zeit des äußeren Friedens und großer wirtschaftlicher Blüte; andererseits führte er ein furchtbares Regiment gegen die Makkabäer und ließ sogar seine eigene Frau ermorden. Wie heißt der Mann, dem auch der grausame bethlehemitische Kindermord zugeschrieben wird?

2. Östliches

Jerusalems Altstadt ist allen heilig: den Christen, weil sie der Ort der Leidensgeschichte, Kreuzigung und Auferstehung von Jesus Christus ist, den Juden als Hauptstadt ihres ersten Königreiches und den Muslimen, weil hier die Himmelfahrt des Propheten Mohammed stattgefunden haben soll. Von der Anhöhe östlich der Altstadt hat man einen großartigen Panorama-Blick auf die Stadt und die Wüste. Hierher (bei Lukas 22, 44 heißt der kleine Olivenhain "Ort der Todesangst") zog sich Jesus Christus mit seinen Jüngern am Abend vor der Kreuzigung zurück; im Jahre 1848 wurde an diesem Ölberg, der 1681 von den Franziskanern erworben wurde, ein Blumengarten angelegt. Wie heißt er? Das aus dem Aramäischen stammende Wort bedeutet "Ölkelter".

3. Falsches (Zitate-Rätsel)

Welches der drei folgenden Zitate stammt nicht aus der angegebenen Quelle und hat im Original auch nichts mit dem Neuen Testament zu tun?

a) "Hebet eure Augen auf und beschauet die Felder; sie sind schon weiß zur Ernte. Wer erntet, der empfängt Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, auf dass sich der Sämann und der Schnitter miteinander freuen. Denn hier ist der Spruch wahr: Der eine sät, der andere erntet." (Johannes 4)

b) "Gefährten! Es hat keinen Sinn, nur Trübsal zu blasen. Das Meer ist wohl groß, aber es hat doch Ufer. Dort liegt ein Ast, daraus werden wir Ruder machen. Wenn wir alle zusammenhalten, brauchen wir keine Angst zu haben, dass wir nicht ans Ufer kommen." (Jesaja 34)

c) "Da fiel ein großer Stern vom Himmel, brennend wie eine Fackel, und er fiel auf den dritten Teil der Flüsse und auf die Wasserquellen; und der Name des Sternes heißt Wermut. Und der dritte Teil der Gewässer wurde zu Wermut, und viele der Menschen starben von den Gewässern, weil sie bitter geworden waren." (Offenbarung 8)

4. Wertvolles

Mit etwa 408 Metern (unter dem Meeresspiegel) ist der Salzsee zwischen Israel und Jordanien mit dem Namen Totes Meer die tiefstgelegene Wasseroberfläche der Welt. Südlich einer Halbinsel, die den See in zwei ungleich große Teile teilt, ist er (mit weniger als sechs Metern Tiefe) sehr flach, im nördlichen Teil erreicht er mit 796 Metern seine größte Tiefe. Hauptzufluss des Toten Meeres ist (neben einigen kleinen Flüssen im Osten) der Jordan; einen Abfluss gibt es dagegen nicht: der Wasserzufluss wird durch die starke Verdunstung ausgeglichen. Am Ufer des rund 1000 Quadratkilometer großen Sees, sollen die Städte Sodom und Gomorrha gelegen haben; im Nordwesten wurden sieben "Hauptschriften" von Beduinen entdeckt und später von der hebräischen Universität in Jerusalem erworben. Wie nennt man die antiken Schriftrollen der auf strengste Askese bedachten Essener (oder Essäer)? Nicht nur die vollständig erhaltene, sieben Meter lange Schriftrolle des Propheten Jesaja ist für die Wissenschaft von unschätzbarem Wert.

5. Prägendes

Der jüdische Schriftsteller und Journalist (1860 in Budapest geboren) gilt als eine der prägenden Persönlichkeiten, die mit ihrem Wirken zur Gründung des Staates Israel beigetragen haben. Er organisierte den Zionismus als politische Bewegung, die (etwa 1897 in Basel auf dem ersten Zionistischen Weltkongress) Palästina als Territorium für einen jüdischen Staat beanspruchte. Er versuchte mit Sultan Abd ül-Hamid II. über Land-Ankauf zu verhandeln, sprach mit dem italienischen König, dem deutschen Kaiser Wilhelm II. und dem Papst. Die von Großbritannien angebotene Heimstätte in Uganda (Afrika-Option) wurde im Jahr 1903 entrüstet abgelehnt. Bevor er seinen Traum verwirklichen konnte, starb er 1904. Wie heißt der Mann, dessen sterbliche Überreste 1949 auf einen nach ihm benannten Berg westlich von Jerusalem überführt wurden? Dort befindet sich auch die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem.



Die fünf Lösungen bitte bis Dienstag (Poststempel 29. August 2000) auf einer Postkarte an: Der Tagesspiegel, Reiseredaktion, 10876 Berlin. Die Übertragung, ein Umtausch oder die Barabgeltung des Preises sind ebenso wie der Rechtsweg ausgeschlossen. Der in der vergangenen Woche von der Reederei Scandlines ausgelobte Drei-Tage-Kurz-Trip für zwei Personen nach Skandinavien hat Nik Welz in 12203 Berlin gewonnen. Sie fahren vom 1. bis 3. Oktober nach Rostock, Trelleborg, Malmö, Kopenhagen und Gedser; sämtliche Bus- und Fähr-Fahrten, die Schiffspassagen, zwei Übernachtungen mit Frühstück und Abendessen sowie Stadtbesichtigungen samt Rundfahrt durch einige Ostseebäder sind im Preis enthalten. Weitere Informationen über diese Eröffnungs-Tour der neuen Scandlines-Repräsentanz am Berliner Gendarmenmarkt (Mohrenstraße 42-44, U-Bahnhof Stadtmitte) gibt es unter der Telefonnummer 20 61 66 10 oder im Internet unter " www.scandlines.de ".

Die richtigen Lösungen: 1. Maria Stuart, 2. Schloss Charlottenborg, 3. das Zitat c) über japanische Eisenbahnen, 4. Bad Doberan, 5. Marienkirche am Neuen Markt.

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben