Zeitung Heute : Renault: Bremsassistent und neue Namen

ivd

Umlernen muss man bei der Mégane-Familie von Renault, deren fünf Baureihen Mégane (Fließheck), Classic (Stufenheck), Grandtour (Kombi), Coupé und Cabriolet nun nach Espace und Twingo als dritte Renault-Modellfamilie die neuen Bezeichnungen für die vier Ausstattunglinien übernehmen. So wird es statt Basis, RT und RXE künftig die Versionen Authentique, Expression, Dynamique und Privilège geben, wobei bei Coupé und Cabriolet die Basisversion Authentique nicht verfügbar ist. Somit stehen in den fünf Mégane-Baureihen künftig insgesamt 18 Ausstattungsversionen zur Wahl.

Unter den neuen Namen präsentiert sich der Mégane zugleich mit erweitertem Ausstattungsumfang. Denn zur Serienausstattung aller Mégane-Modelle gehört jetzt der Bremsassistent. Er unterstützt den Fahrzeuglenker bei einer Gefahrenbremsung, bei der rund 70 Prozent aller Fahrer nicht das gesamte Bremspotenzial ihres Fahrzeugs nutzen, da sie nicht lange genug mit aller Kraft aufs Pedal treten. Der Bremsassistent gleicht diesen Mangel aus, indem er im Notfall für maximalen Bremsdruck bis zum Stillstand des Fahrzeugs sorgt und so die Bremswege je nach Fahrer um bis zu 20 Prozent verkürzt. Ebenfalls zur Serienausstattung beim Mégane gehören künftig als Teile des Integralen Sicherheitssystems mit adaptiven Frontairbags mit kontrolliertem Ablassventil, Seitenairbags, Sicherheitsgurten mit pyrotechnischen Gurtstraffern, Gurtkraftbegrenzern und Sicherheitskopfstützen vom März 2001 an Gurtstraffer auch auf den hinteren Außenplätzen - ausgenommen Coupé und Cabrio.

Erkennbar ist der neueste Mégane an einigen Karosserieretuschen wie zum Beispiel neuen Radzierkappen und neuen Leichtmetallfelgen und bei einigen Versionen auch an in Wagenfarbe lackierten Türgriffen. Stark überarbeitet präsentiert sich zudem der Innenraum mit neuen Bezugsstoffen und farblich auf die Karosserie abgestimmten Materialkombinationen von Stoff/Velours, Stoff/ Leder und Velours/Alcantara je nach Ausstattungsniveau. Modifiziert wurde die Instrumententafel und an der Mittelkonsole gibt es nun griffsympathischen Softlack.

Neben neuer Optik präsentiert der Mégane aber auch neue Technik, denn das Motorenprogramm wurde neu gestaltet. Einstiegsmotorisierung für den Mégane ist künftig der 1,4-Liter-Benziner 16V mit 70 kW (90PS). Damit sind alle Benziner künftig moderne Vierventiler. Das sind der 1.6 16V mit 79 kW (107 PS), der bei allen fünf Mégane-Versionen auch in Verbindung mit einem Automatikgetriebe verfügbar ist, sowie der Benzin-Direkteinspritzer 2.0 16V IDE mit 103 kW (140 PS). Als neuer Dieselmotor wird bei Mégane, Mégane Classic, Grandtour und Coupé der bereits im Scénic und Scénic RX4 eingesetzte direkt einspritzende Turbodiesel mit Common-Rail-Hochdruckeinspritzung eingeführt. Der 1.9 dCi mit 77 kW (102 PS), der bei 1500/min sein höchstes Drehmoment von 200 Nm liefert, ersetzt den bislang angebotenen 1.9 dTi mit 74 kW (98 PS).

Als neue Diesel-Motorisierung gibt es außerdem für den Mégane außer Coupé und Cabrio den 1.9 dTi mit 59 kW (80 PS), wie er bereits im Renault Clio verfügbar ist. Er gibt sich mit durchschnittlich 5,5 l/100 km zufrieden. Insgesamt bietet Renault vom Mégane künftig 17 Benziner und sieben Diesel an.

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar