Zeitung Heute : Renault: Druckspeicher kugelförmig

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Die Common-Rail-Hochdruckeinspritzung für direkt einspritzende Diesel setzt sich immer mehr durch. Die neueste Entwicklung bei diesen besonders sparsamen und emissionsarmen Dieselmotoren sind zwei neue 1,5-Liter-Triebwerke, mit denen Renault im Sommer auf den Markt kommt. Im Unterschied zu der bislang üblichen zylinderförmigen gemeinsamen Druckspeicherleiste (Common Rail) haben die neuen Renault-Motoren einen kugelförmigen Druckspeicher mit radial angeordneten Einspritzleitungen.

Diese neue Form spart nicht nur Einbauraum, sondern ermöglicht im Speicher auch erhöhte Drücke. Während konventionelle Systeme mit zylinderförmigem Speicher in diesem bis zu 1350 bar aufbauen, reichen die Drücke im runden Speicher bis zu 1600 bar, so dass an den Einspritzdüsen bis zu 1400 bar verfügbar sind. Die höheren Drücke erlauben es, den Einspritzvorgang noch exakter zu steuern. Ein besonderer Vorteil dabei ist, dass sich auch die Einspritzmenge für die Piloteinspritzungen noch genauer dosieren und vor allem variieren lässt. Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer optimalen Formung des Einspritzvorgangs. Damit werden die Motoren noch wirtschaftlicher und sauberer und vor allen Dingen auch noch leiser.

Renault wird den neuen 1.5 dCi in zwei Leistungsstufen anbieten. Die 48 kW (65 PS) leistende Variante liefert ein höchstes Drehmoment von 160 Nm, während die 59 kW (80 PS) leistende Version es auf 185 Nm bringt. Eingebaut in einen Renault Clio sollen sich mit dem neuen Triebwerk durchschnittsverbräuche von weniger als 4,5 l/100 km verwirklichen lassen und die Kohlendioxid-Emissionen unter 120 g/km liegen. Zudem soll sich das neue Triebwerk durch hohe Laufruhe und ein niedriges Geräuschniveau auszeichnen.

Nach dem 1.9 dCi und dem 2.2 dCi 16 V ist der neue 1.5 dCi bereits der dritte direkt einspritzende Turbodiesel von Renault mit Common-Rail-Hochdruckeinspritzung. Die Technik mit dem von Renault erstmals eingesetzten kugelförmigen Druckspeicher wurde übrigens in Zusammenarbeit mit dem großen Zulieferer Delphi Automotive Systems entwickelt.

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