Zeitung Heute : Richtig vorbereiten für mündliche und schriftliche Tests

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Helga KniggeIllner von der Psychologischen Beratung der Freien Universität Berlin (FU) rät Lernenden, zunächst eine „realistische Bestandsaufnahme“ des Stoffes zu machen. Sie sollten feststellen, was sie überhaupt wissen müssen, wie viel Zeit zur Vorbereitung bleibt und danach einen Plan aufstellen, was alles wiederholt werden soll.

NICHT ZU VIEL LERNEN

Mehr als sechs bis acht Stunden kann der Mensch nicht konzentriert lernen, sagen Experten. Wer morgens mit dem Vorbereiten beginnt, hat abends also noch genügend Freizeit.

GESPRÄCHE SIMULIEREN

Am Anfang eines Aufnahmegesprächs fragen Professoren oft nach den wichtigsten Lebensstationen . Das lässt sich einfach mit Freunden proben. Welche Argumente für einen sprechen, sollte man sich vorher ebenfalls durch den Kopf gehen lassen. Es gibt eine Faustregel, sagt Helga Knigge-Illner: Ähnelt die Konversation zwischen Kandidat und Professoren mehr einer Plauderei als einem Kreuzverhör, befindet sich der Bewerber auf einem guten Weg zum Studienplatz.

PRÜFUNGSANGST AKZEPTIEREN

Mehr als 40 Prozent aller Prüflinge leiden nach Untersuchungen der FU an mehr oder minder schwere Prüfungsangst. Was wenige wissen: Das ist kein Grund zur Panik. Denn Prüfungsängste führen zu einem positiven Ergebnis . „Man wird aufmerksam, aufnahmebereit und klarsichtig“, sagt Knigge-Illner. Wer dagegen zu schlaff und gleichgültig dem Prüfer gegenübertritt, konzentriere sich nicht mehr richtig auf die Fragen. Kandidaten ohne Prüfungsangst motivieren sich deswegen

anders, hat Knigge-Illner beobachtet: „Die sagen sich: Ich zeige jetzt mal, was ich drauf habe.“ tiw

Tipps im Internet:

www.fu-berlin.de/studienberatung/psychologische_beratung

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