Zeitung Heute : ROADMOVIE

Reich mir die Hand

Michael MeynsD

Die Zwillinge Antoine und Quentin begeben sich auf eine Reise, das Ziel ist Spanien. Sie fahren mit Zügen und per Anhalter, haben viel Sex mit dieser und jenem und kommen durch schöne Landschaften. Wie bei jedem Roadmovie geht es auch hier nicht um das Ziel, sondern um den Weg dorthin. Die Zwillinge sollen unterschiedliche Lebensansätze verkörpern, auch wenn sie in Aussehen und Handlungen kaum zu unterscheiden sind. Oft prügeln sie sich, man erfährt nicht warum, ebenso wenig, warum Frankreich hier offenbar so groß ist wie Amerika. Debütregisseur Pascal-Alex Vincent will unterschwellig erzählen und ganz viel implizieren. Manchmal gelingt das gut, es entstehen evokative Szenen in den Weiten der Landschaft, aber meistens ist es zu vage und unbestimmt, um die angelegten inneren Konflikte nach außen zu transportieren. Undeutlich. Michael Meyns

„Reich mir die Hand“, F 2008, 80 Min., R: Pascal-Alex Vincent, D: Alexandre Carril, Victor Carril

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