Zeitung Heute : Rolf Dobelli, Schriftsteller

Fragen ausgesucht von Beatrix Schnippenkoetter

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1.Welche Gedanken würden Sie lieber nicht haben?

Die alten, abgelutschten, jene, die ich schon tausendmal gedacht habe – und das sind leider die meisten.

2. Wären Sie lieber sympathischer oder intelligenter?

Intelligenter. In der Hoffnung, dass ich durch die

zusätzliche Intelligenz den Schlüssel zu mehr

Sympathie finden würde.

3. Könnten Sie sich in weiblicher Ausführung vorstellen?

Leider nicht. Ich würde Unsummen dafür bezahlen.

4. „Sie sind gefeuert!“ – was wäre Ihre erste Reaktion?

Meine intimen und möglicherweise peinlichen E-Mails und Aufzeichnungen vom Server zu löschen.

5. Was konkret erwarten Sie von der Liebe?

Keine Ahnung. Vermutlich, dass ich mich nicht selbst aushalten muss.

6. Was genau am Glück macht glücklich?

Dass es nicht im Überfluss da ist.

7. Welches war die beste Ausrede Ihres Lebens?

„Meine innere Stimme hat mir gesagt ...“

8. Woher nehmen Sie Ihre Zuversicht?

Aus dem Überfluss an Zeit – mithilfe der Gentherapie können wir bald 150 Jahre alt werden.

9. Inwiefern ist das Erbe kein Geschenk?

Weil man eventuell darunter hat leiden müssen.

10. Falls Sie es tun: Warum tun Sie Gutes?

Aus Egoismus – ich fühle mich dann besser. Aber diese Antwort darf ich nicht denken, sonst fühle ich mich schon wieder ein bisschen schlechter.

11. Wie viele Freunde haben Sie, und wie viele würden Sie als Freund bezeichnen?

Nur gerade vier. Und vielleicht zwei davon würden mich als ihren guten Freund bezeichnen.

12. Nach wie vielen Wochen Urlaub gleicht der Urlaub dem Alltag?

Für mich am ersten Tag. Das hat man davon, wenn man mit Laptop und zu vielen Ideen unterwegs ist.

13. Ihre persönlichen Alternativen zum Tod?

Eigentlich nur das Schreiben.

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