Zeitung Heute : ROMANVERFILMUNG

Valerie

Als der Mann, den sie liebt, in Folge einer Infektion ins Koma fällt, zeichnet Valerie eine Videobotschaft für ihn auf. Sie lässt die Schlüsselmomente ihrer Beziehung Revue passieren, erzählt von ihren Männergeschichten und philosophiert über das Wesen der Liebe. „Valerie“ bildet den Abschluss einer Trilogie von Monologfilmen des Produzenten Hubertus Meyer-Burkhardt. Doch gegenüber den Vorgängern – „Mein letzter Film“ und „Ein ganz gewöhnlicher Jude“ , jeweils von Oliver Hirschbiegel realisiert – fällt „Valerie“ deutlich ab. Anstatt gerade aus der Reduktion Spannung zu ziehen, bricht Regisseur Josef Rusnak das visuelle und dramaturgische Konzept auf und führt überflüssige Nebenfiguren und Schauplätze ein. Indessen gelingt es Franka Potente selten, die bisweilen preziöse Prosa von Roger Willemsens Drehbuchvorlage zum Leben zu erwecken. Enttäuschend. David Assmann



D 2010, 87 Min., R: Josef

Rusnak, D: Franka Potente

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