Zeitung Heute : Rosenblüten und Mandelöl

Ruhe und Natur gab es schon immer im Vogtland – jetzt findet man dort auch Wellness

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Wer von Berlin aus auf eine Reise Richtung Süden aufbricht, erlebt schon nach kurzer Zeit eine merkwürdige geografische Verwandlung. Da ist zunächst das flache Brandenburger Land, der Horizont in weiter Ferne. Ab und an ein Stück Wald. Irgendwann passiert man Leipzig. Und da, plötzlich, beginnt sich die Landschaft zu verändern. Erste Hügel formen die Felder. Dazwischen liegen Dörfer, aus deren Mitte ein Kirchturm ragt. Die Hügel mausern sich zu einer kleinen Berglandschaft. Und ehe man sich versieht, ist man im Mittelgebirge angekommen.

Jetzt hat man ungefähr die halbe Strecke nach München zurückgelegt und liest am Straßenrand, dass hier das Vogtland beginnt. Zwischen drei und vier Stunden braucht man bis hierher, je nachdem für welche Reisegeschwindigkeit und welches Verkehrsmittel man sich entscheidet.

Das Vogtland ist ein Reiseziel, das seit Jahrhunderten von Königsfamilien, Erholungssuchenden und Kurgästen wegen seiner idyllischen Lage und der heilenden Quellen besucht wird. Zu DDR-Zeiten war es das wohl bedeutendste Kurgebiet des Landes. Aber nach der Wende stand auch diese Region, in deren Herzen die Kurorte Bad Elster und Bad Brambach liegen, vor der gewaltigen Herausforderung, sich für einen neuen Wettbewerb aufzustellen.

Auf diesem Weg hat man hier ein großes Stück zurückgelegt. Die Kuranlagen wurden komplett modernisiert. Doch auch Neues will man bieten: Wellness-Bereiche sollen Besucher anziehen und ihnen das Vogtland als attraktives Erholungsgebiet nahebringen. Kurorte haben die Voraussetzungen dafür, in einer hektischen Zeit Inseln der Entspannung zu sein, meint Kurdirektor Christian Kirchner. Hier sollen sich die Besucher etwas Erholung gönnen, zu sich finden und mit neuer Kraft wieder nach Hause fahren. Vom Gelingen dieses Vorhabens hängt auch die Zukunft der Region ab.

Wir wollten wissen, wie weit das Vogtland auf seinem Weg gekommen ist, und haben uns dort umgesehen. Überraschend war dabei nicht nur die Herzlichkeit der Menschen, sondern auch das Engagement, mit dem hier an der gemeinsamen Zukunft gearbeitet wird.

In dieser Beilage stellen wir das Land und die Leute vor. Wir besuchen die Kurorte und testen das Wellness-Angebot. Wir reisen zu den Sehenswürdigkeiten des oberen und unteren Vogtlands, besuchen die berühmte Göltzschtalbrücke, die Deutsche Raumfahrtausstellung, die Musikinstrumentenbauer, die Handwerkstradition fortschreiben, und treffen auf Menschen, die das Kulturgut und die Gastlichkeit pflegen. rok

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