Zeitung Heute : Rotes Pesto

Von Renzo Pasolini

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BERLINER SPITZENKÖCHE VERRATEN IHRE TRICKS

Ganz Faule kaufen es ja schon fertig im Glas, aber rotes Pesto ist eigentlich ganz leicht vorzubereiten, ein Rezept für alle Jahreszeiten. Dazu brauche ich getrocknete Tomaten, in Öl eingelegt, so 200 Gramm für vier Personen. Und dann 60 Gramm Pinienkerne, ein kleines Bündchen Basilikum, ein bisschen Oregano und natürlich Salz und Pfeffer. Und Parmesan, der das Ganze bindet, oder Pecorino, der geht auch. So 50 Gramm.

Das gebe ich alles zusammen in eine Schüssel und püriere es. Ich gieße noch ein bisschen Olivenöl dazu, so dass ich am Ende eine schöne, glatte Creme habe. Fertig ist das Pesto. Das mache ich dann nur noch warm, mit zwei Esslöffeln Weißwein pro Person dazu, brate kurz den Fisch, was ich gerade habe – Lachs, Seezunge, Meereszunge. Die Sauce ist sehr aromatisch, ideal zum Fisch. Aber man kann sie natürlich auch zu Nudeln servieren. Das Pesto ist ganz simpel – und geschmackvoll.

Renzo Pasolini ist Chefkoch im Via Condotti in Berlin

…UND DIE

CRACKER DAZU

Getrocknete Tomaten gibt’s ja inzwischen überall. Aber was für welche! Oft zäh wie Leder und von ähnlichem Geschmack. Zarte Exemplare aus Apulien findet man dagegen bei Bonnié (Motzstraße 63, 100 Gramm für 2,80 Euro). Und wenn Sie schon in dem Schöneberger Feinkostladen sind, nehmen Sie gleich ein paar Käsecracker aus Frankreich mit (100 Gramm für 3 Euro) – wenn gierige Menschen Sie Ihnen nicht weggegessen haben. Die Cracker sind noch zarter, ganz dezent gewürzt, hauchdünn wie Oblaten. Die können Sie auch in das selbst gemachte Tomatenpesto tunken. Oder in die erfrischende Schafskäse-Limonen-Creme, die es hier ebenfalls gibt. kip

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